Svatojakubská cestaJakobswegWay of St. James

Camino Francés

kresba cesty

Von St–Jean–Pied–de–Port nach Roncesvalles

Ihr Weg zum eigentlichen Camino Francés beginnt in Saint–Jean–Pied–de–Port oder Donibane Garazi, wie es auf baskisch heißt. Es ist eine hübsches Städtchen, dessen schöne Altstadt Sie in einer Stunde erkundet haben.

Hinauf in die Pyrenäen

Zunächst führt Ihr Weg Sie über eine Asphaltstraße 6 km ziemlich steil hinauf nach Huntto. Der folgende Weg mit dem Auf– und Abstieg über die Pyrenäen ist ebenfalls steil und beschwerlich, so dass Sie unter Umständen auch in Huntto schon nächtigen können, das über eine Pilgerherberge verfügt.

Kancelář Přátel Svatojakubské cesty - Saint Jean Pied de Port

Der Weg nach Roncesvalles

Der Weg nach Roncesvalles führt erst auf Asphaltwegen, dann aber auf schöneren Bergwegen durch die Pyrenäen. Es lohnt ein kleiner Abstecher zum Ibañetapass, der Ihnen einen phantstischen Ausblick auf Roncesvalles bietet, jenem Ort, in dessen Nähe 778 der Held des Rolandsliedes seinen Tod in der Schlacht fand.


Roncesvalles

Von Roncesvalles nach Zubiri

In Roncesvalles dürfte besonders die Abtei, mit dem Grab König Sancho VII. von Navarra und Gemahlin aus dem 13. Jahrhundert von Interesse sein. Wahrscheinlich nächtigen Sie auch hier, denn Teile der Abtei enthalten die örtliche Pilgerherberge. Achten Sie kurz hinter Roncesvalles auch auf das eindrucksvolle mittelalterliche Pilgerkreuz, sobald Sie die Stadt auf einem Waldweg verlassen.

kaple sv. Jakuba - Roncesvalles

Am Erro Pass (I)

Abwechselnd auf Asphaltstraßen, Wald– und Feldwegen laufen sie über Burguete, Espinal, Viscarret und Linzoain, bis Sie durch Wald zur Passhöhe von Erro (801 m) aufsteigen.

Am Erro Pass (II)

An den Pasos de Roldán, langgestreckten Felsen, deren Länge dem Schrittmaß von Roland entsprechen soll, vorbei gehen Sie weiter über Waldwege hinab und über eine mittelalterliche Brücke über den Arga nach Zubiri hinein


most v Zubiri

Von Zubiri nach Pamplona

Am nächsten Morgen verlassen Sie Zubiri entlang der hässlichen Überreste einer alten Magnesitfabrik. Doch dann geht es auf einem schönen, durchgehenden Wanderweg nach Larrasoaña. Weiter geht es dann nach Zurtain und Zabaldika.

Auf dem Weg nach Pamplona

Hinter diesem Ort führt Ihr Weg langsam in die Höhe und erschließt Ihnen schöne Ausblicke in das Tal der Arga.Der Weg führt Sie nun zum Kloster Trinidad de Arre, das auch eine Herberge enthält.

Die Kathedrale von Pamplona

Aber das Kloster gehört schon fast zu den Vorstädten von Pamplona, in das es nur noch ein kurzer Weg entlang der Arga und durch eine Parkanlage ist.


kostel San Nikolas - Pamplona

Von Pamplona nach Puente la Reina

Wenn Ihnen Pamplona in erster Line auf Grund der Stierwettrennen anlässlich des Festes zu Ehren San Fermíns, des Patrons von Navarra, ein Begriff ist, so lassen Sie sich Zeit, die Stadt auch aus einer ruhigeren Perspektive kennen zu lernen. Besonders die Kathedrale und das Diözesanmuseum sind Ihrer Aufmerksamkeit wert. Auch ein Stadtrundgang, von nur 1,5 km Länge, ist lohnenswert und angesichts der mäßigen Länge der heutigen Etappe machbar.

Puerto del Perdon

Ihr Weg aus Pamplona heraus führt Sie dann nach Verlassen der Altstadt zunächst durch belebte moderne Stadtviertel bis Sie Cizur Menor erreichen. Es folgt ein recht steiler Anstieg auf die Passhöhe des Puerto del Perdón bevor es auf verschiedenen Wegen hinab nach Uterga und weiter nach Obanos geht.


Puente la Reina

Puenta la Reina: zwei Jakobswege vereinen sich

Auf dem Abschnitt nach Obanos empfiehlt sich dringend ein etwa 3 km langer Umweg über die Kirche Eunate, eine achteckige romanische Kapelle unbekannten Ursprungs, die mit ausnahem von Dezember ganzjährig geöffnet ist. Eigentlich treffen die beiden Zubringer zum Camino Francés, der Aragonesische Weg und der Navarrische Weg, der Sie hierher brachte schon bei der Kirche, bzw. in Obanos zusammen. Als Treffpunkt wird jedoch in der Regel Ihr Etappenziel, Puiente la Reina genannt, das Sie hinter Obanos nach weiteren 3 km erreichen.

Von Puente la Reina nach Estella

In Puente la Reina fügen sich die beiden Zubringer, der von St. Jean–Pied–de–Port her kommende Navarrische Weg und der in Somport beginnende Aragonesische Weg, „offiziell“ zum eigentlichen Camino Francés zusammen und hier werden Sie Ihre ersten Schritte auf der klassischen Route des Jakobsweges gehen. Versäumen Sie jedoch vor dem Start in den Camino nicht, die Kirche des Kreuzes (Iglesia del Crucifijo) zu besuchen.

Der Camino Francés

Die erste Etappe führt Sie für den größten Teil der heutigen 21 km über eine alte Römerstraße nach Estella, einem Städtchen voller romanischer Monumente, die von den Pilgern schon früher deshalb Estella la Bella, Estella, die Schöne, genannt wurde. Höhepunkt am Zielort dürfte eine Besichtigung des Palastes der Könige von Navarra sein.


most - Estella

San Pedro de la Rua–Estalla

Im Jahr 2005 wurden auf dem Weg nach Estella teilweise umfangreiche Straßenbauarbeiten ausgeführt, so dass der Weg jetzt vielleicht etwas anders verläuft als im Buch. Die Beschilderung war jedoch während der Bauarbeiten schon ausgezeichnet, so dass anzunehmen ist, dass dies so geblieben ist und Sie keine Mühe haben werden, den Weg zu finden.

Von Estella nach Los Arcos

Nach Ihrem Aufbruch von Estella kommen Sie zunächst an dem zu Füßen des imposanten Berges Montejura gelegenen Kloster Irache vorbei, das die Pilger zur Besichtigung einlädt.

Burgruine in Monjardin

Meist über Feld– und Waldwege führt Ihr Weg Sie sodann an der Burgruine von Monjardin vorbei und, auf halber, heutiger Strecke gelegen, nach hinein.

Villamayor de Monjardin

Der Rest des heutigen Weges verläuft dann wenig spektakulär auf breiten Pisten nach Los Arcos.

Von Los Arcos nach Logroño

Die dritte Etappe führt Sie über knapp 30 km, lässt sich aber auch gut nach etwa zwanzig Kilometern in Viana unterbrechen. Zunächst führt Ihr Weg Sie jedoch nach Torres del Río mit seiner schönen Kirche des Heiligen Grabes (Iglesia del Santo Sepulcro).

Viana–Rathaus

Es geht über gut ausgeschilderte Feldwege und Pfade weiter nach Viana und von dort am Stausee und Naturschutzgebiet Embalse de las Cañas, mit seinem interessanten ornithologischen Observatorium (Ferngläser ausleihbar), nach Logroño, das Sie am Fluss Ebro entlang laufend betreten.


katedrála Santa María de la Redonda - Logrono

In Logroño

Auf diesem Teilstück haben Sie auch die Grenze von Navarra nach Rioja, der weltbekannten Weinbauregion, überschritten.

Von Logroño nach Nájera

Der heutige Tag führt Sie zunächst über gute 20 km Weg, die zu einem guten Teil parallel zu Autostraßen angelegt sind. Abwechslung verschaffen Ihnen das Stück Weg entlang des Staussees Pantano de la Grajera und die Möglichkeit der Besichtigung des Pilgerhospitals San Juan de Acre mitsamt der interessanten Portale und Kapitelle seines Friedhofes.

Steinmännchen zwischen Navarrette und Nájera

Von Ventosa führt Ihr Weg Sie wieder abseits der Straßen über Feldwege und Pfade.


klášter Santa María la Real - Nájera

Im Kreuzgang des Klosters von Nájera

Zunächst geht es an einem heutzutage hübschen Steinbruch vorbei und über den Bach Yalde und den Fluss Najerilla nach Najera, dessen Kloster Santa María la Real einen Besuch lohnt.

Von Nájera nach Sto. Domingo de la Calzada

Von Nájera führt Ihr Weg über Azofra Sie dann wieder häufig entlang von Autostraßen nach Santo Domingo de la Calzada.

Das Kloster Yuso in Cañas

Ab Azofra ist zudem ein 38 km umfassender, dafür aber kunsthistorisch hochinteressanter Abstecher nach Cañas, mit seinem Zisterzienserkloster, und San Millán de la Cogolla, mit den beiden Klöstern Yuso und Suso interessant.


Santo Domingo de la Calzada

Die Kathedrale von Santo Domingo de la Calzada

Dieser Abstecher lohnt sich unter Umständen nicht nur für Radwanderer, dann aber natürlich der Einplanung einer zusätzlichen Übernachtung in Cañas bedarf. Der Mehraufwand wird belohnt werden!

Von Sto. Domingo de la Calzada nach Belorado

Bevor Sie sich auf den Weg machen, sollten Sie, wenn Sie dies nicht schon gestern taten, der gotischen Kathedrale von Santo Domingo de la Calzada einen Besuch abstatten und sich die Legende erzählen lassen, die mit dem weißen Hahn und der weißen Henne in Verbindung steht, die in der Kathedrale gehalten werden.

Von der Provinz Rioja

Sie verlassen Santo Domingo de la Calzada über die alte Pilgerbrücke über den Oja, die der Heilige Domingo im 11. Jahrhundert hat erbauen lassen, in Richtung Grañón und von dort weiter nach Redecilla del Camino mit seiner kleinen, aber sehenswerten Pfarrkirche.

… nach Kastilien und Leon

Die zweite Tageshälfte führt Sie über den Geburtsort des Heiligen Domingo, das Dorf Viloria, und den Ort Villamayor nach Belorado, in dessen Kirche Santa Maria es allabendlich eine Pilgersegnung gibt


Belorado

Von Belorado nach San Juan de Ortega

Der Weg führt zunächst auf eigener Führung, aber entlang einer Autostraße, über den Tíron hinweg nach Tosantos. Von Tosantos führen Pisten und Feldwege Sie durch zwei alte und teilweise verlassene Dörfer nach Villafranca Montes de Orca.

Blick auf Espinosa del Camino

Stetes Auf und Ab bis zur Passhöhe Puerto de la Pedraja auf 1150 Höhenmetern bestimmt zunächst die zweite Tageshälfte, bis es vom Pass meist gemächlich bergab nach San Juan de Ortega geht. Versäumen Sie nicht die abendliche Messe, die der hiesige Pfarrer praktisch nur für die Pilger hält, weshalb sie ihm vielleicht auch die Ehre erweisen sollten.

Der Camino in den Montes de Oca

Sollten sie zu einer der Äquinoktien am 21. März oder 22. September hier sein können, werden Sie um 17:00 Uhr das Wunder des Lichtes erleben, wenn ein Sonnenstrahl, der durch die geschickt angelegten Kirchenfenster fällt, nacheinander die Verkündigungsszene, die Geburt Christi und den Besuch der Heiligen Drei Könige ausleuchtet.

Von San Juan de Ortega nach Burgos

Der heutige Weg führt Sie zunächst auf Wald–, dann auf Feldwegen nach Atapuerca. Und hier gibt es interessante Alternativen bzw. Zusätze zum Jakobsweg. Einmal lockt ein Ausflug zu den Höhlen von Atapuerca, die von einer Besiedlung der Region schon vor 800.000 Jahren zeugen und somit eine der wichtigsten prähistorischen Fundstätten Europas darstellen.

In der Hochebene von Agés

Wenn Sie die Besichtigung wählen empfiehlt es sich zum anderen, am Nachmittag die Nebenroute über Ibeas de los Juarros nach Burgos zu nehmen und dort auch zu übernachten, da der Weg bis Burgos sonst zu lang für einen Tag wird. Zudem können Sie auf dieser Alternativroute dann eine Besichtigung des Karthäuserklosters bei Burgos vornehmen, an das die klassische Wegführung Sie nicht heranbringt.


katedrála v Burgosu

Die Kathedrale von Burgos

Der direkte Weg von Atapuerca nach Burgos umfasst immer noch mehr als 20 km und ist, je weiter Sie sich Burgos nähern, von modernem spanischem Großstadtambiente geprägt, aber gemildert durch einige Parkanlagen und schöne Wegabschnitte entlang des Flusses Arlanzón.

Von Burgos nach Hornillos del Camino

Ob sie wirklich schon am nächsten Morgen weiter pilgern wollen, sollten Sie sich unbedingt gut überlegen. Mit Kathedrale, Heimatmuseum, der Kirche San Nicolás und den umliegenden Klöstern, besonders des Klosters von Miraflores, verfügt Burgos über die meisten Sehenswürdigkeiten entlang des Camino Francés und lohnt auf jeden Fall einen ganzen Tag des Aufenthaltes.

La Meseta

Wenn es dann heißt, von Burgos Abschied zu nehmen, führt Ihr Weg Sie über Villalbilla nach Tardajos und von dort in der zweiten Tageshälfte über Rabé de las Calzadas zu Ihrem Tagesziel nach Hornillos del Camino.

Hornillos del Camino

Auf diesem Abschnitt werden Sie spätestens sehen können, weshalb Nordspanien für seinen Vogelreichtum in Form einheimischer Arten wie auch durchziehender Zugvögel berühmt ist.

Von Hornillos del Camino nach Castrojeriz

Sie verlassen Hornillos del Camino, einen typischen Ort am Jakobsweg auf seiner praktisch einzigen Straße, der sirga peregrinal.

Blick auf Hontanas

Heute laufen Sie über Feldwege und entlang von Landstraßen bis nach guten 20 km Castrojeriz erreicht ist.

Die Ruinen von San Antón

Der heutige Höhepunkt liegt etwa auf halbem Wege, kurz hinter Hontanas, in Form der eindrucksvollen Ruinen des Klosters San Antón, das im 12. Jahrhundert speziell für die Betreuung von leprakranken Pilgern gegründet wurde

Von Castrojeriz nach Frómista

Der Tag beginnt mit einem steilen Aufstieg auf einen kurz hinter Castrojeriz liegenden Tafelberg, dem nach wenigen hundert Metern ein ebenso steiler Abstieg folgt, bevor es ruhiger entlang Landstraßen und über Feldwege zunächst nach Itero de la Vega geht.

Hinter dem Tafelberg von Castrojeriz

Dort finden Sie in Form der Kirche San Nicolás die wohl außergewöhnlichste Pilgerherberge des gesamten Camino vor, innerhalb deren Mauern sogar die mittelalterliche Tradition des Fußwaschens der Pilger noch aufrechterhalten wird.Mit dem Verlassen des Ortes über eine bemerkenswerte mittelalterliche Brücke über den Pisuerga, betreten Sie die Provinz Palencia und laufen auf Pisten durch eine flache, eintönige, aber eben charakteristische Jakobsweglandschaft, die Tierra del Campos, nach Boadilla del Camino.


kostel San Martín - Frómista

Ein Dorf in der Meseta

Nach kurzer Zeit erreichen Sie einen alten Bewässerungskanal, an dem Sie für ein paar ruhige Kilometer entlang wandern bis Sie nach Frómista kommen. Der Ort ist das Heim einer der ersten romanischen Kirchen Spaniens, der Kirche San Martín aus der Mitte des 11. Jahrhunderts. Sie stellt mit ihrer perfekten architektonischen Ordnung ein Meisterwerk und Vorbild der frühen Romanik in Europa dar.

Von Frómista nach Carrión de los Condes

Von Frómista Weg führt dann über eine Landstraße nach Población de Campos. Der Jakobsweg wird hinter dem Ort auf der gleichen Landstraße weiter geführt.

Die Templerkirche von Villalcázar de Sirga

Es gibt jedoch auch eine empfehlenswerte Nebenroute, die Sie meist über Feldwege und teilweise entlang eines schönen Baches über Villovieco nach Villalcázar de Sirga führt, das wiederum eine beeindruckende Kirche sein eigen nennt: Santa María la Blanca, eine Kirche des 13. Jahrhunderts, die den Übergang von der Romanik zur Gotik illustriert und über reiche Verzierungen verfügt.


Carrion de los Condes

Carrión de los Condes

Der Blick auf das die Tierra de Campos begrenzende Kantabrische Küstengebirge (Picos de Europa) begleitet Sie auf den letzten Kilometern zu Ihrem Tagesziel Carrión de los Condes, das ebenfalls mit einer schönen Kirche sowie einem besichtigungswerten Kloster aufwartet.

Von Carrión de los Condes nach Sahagun

Zunächst steht heute ein 17 km langer Weg durch die Einsamkeit des Flachlandes auf dem Programm, der auf seinen ersten Kilometern leider auch in unmittelbarer Nähe einer Autobahn verläuft und zu dem es keine Alternativen gibt.

Hinter Carrión: 17 Km Meseta pur

Alternativen in Form historischer Nebenstrecken werden in Calzadilla de la Cueza, der ersten Unterbrechung der Tierra de Campos, in deren recht komfortbaler Pilgerherberge, Sie vielleicht schon nächtigen wollen, angeboten. Diese sind jedoch nicht ausgeschildert und es wird empfohlen, dem offiziellen Weg zu folgen, zunächst entlang einer Landstraße, dann aber ab Ledigos auf einem ruhigen Wanderweg.


kostel San Lorenzo - Sahagún

Brücke bei Virgen del Puente

Dann führt Sie der Camino Francés je nach Ihren Wünschen entweder entlang einer Landstraße nach Sahagún und weiter zu Ihrem Tagesziel oder sie wählen einen etwas längeren Weg über ruhigere Pisten, aber teilweise durch belebtere Ortsteile. In Sahagún sollten Sie sich die Kirche San Lorenzo nicht entgehen lassen, auch wenn nur eine Außenbesichtigung dieser romanischen Kirche im Mudéjar–Stil möglich ist

Von Sahagun nach Reliegos

Von Sahagun führen zwei zwei verschieden Wege zum nächsten Tagesziel. Der etwas längere Weg führt nach Calzada del Coto hinein. Gehen Sie den direkten Weg, ist dieser Teil der Etappe dann wieder entlang einer Landstraße geführt. Dann haben Sie erneut die Wahl; und zwar zwischen der klassischen Wegführung nach Reliegos einerseits und einer attraktiven und deutlich ruhigeren Nebenstrecke, die den gleichen Zielort erreicht, andererseits.

Auf alten Römerstraßen

Der klassische Camino verläuft zunächst entlang einer Landstraße über Bercianos del Real Camino und El Burgo Ranero und dann über eine Piste, später wieder längs einer kleinen Landstraße nach Reliegos.

Eine Bachquerung vor Reliegos

Die Nebenroute führt sie auf einer alten, aber gut in Stand gehaltenen Römerstraße, die auch Radfahrer durchaus nutzen können, nach Calzadilla de los Hermanillos. Von dort führt Sie der Weg 18km lang meist über Feldwege durch die Einsamkeit (keine Wasserstellen!), bis Sie kurz vor Reliegos einen Bach überqueren, in dessen sauberem Wasser Sie baden und den Staub der Tiefebene abwaschen können.


katedrála v Leónu

Von Reliegos nach León

Zunächst laufen Sie über eine Piste nach Mansilla de las Mulas. Dann überqueren Sie den Fluss Esla auf einer mittelalterlichen Brücke und wandern entlang zunächst einer Nationalstraße, dann in angenehmem Abstand zu ihr über Villamoros und Puente de Villarente nach León hinein.

Über Mansilla de las Mulas…

Der heutige Weg umfasste bis zum Zentrum Leóns gute 26 km, weshalb Ihnen die Beine vielleicht nicht mehr so ganz leicht sind.

… zur Kathedrale nach Leon

Aber León ist nach Burgos der zweite städtische Höhepunkt des Camino Francés und mit seiner Kathedrale, die als die schönste Spaniens gilt, dem Pantheon der Könige von León samt Museum San Isidoro und der zugehörigen Basilika San Isidro, dem Kloster San Marcos und anderen Sehenswürdigkeiten allemal einen Tagesaufenthalt wert.

Von León nach Villadangos del Parmo

Wenn Sie ihren Weg am Kathedralenvorplatz beginnen, kommen Sie beim Verlassen der Stadt (nochmals) an praktisch allen bedeutenden Monumenten Leóns vorbei. Am Kloster San Marcos vorbei verlassen Sie sodann über den Fluss Bernesga die Stadt. Der Weg führt Sie durch Vorstädte und Gewerbegebiete in den nahe León liegenden Ort La Virgen del Camino mit seinem gleichnamigen Heiligtum. Hier gilt es wieder, sich für eine von zwei Alternativen zu entscheiden.

Die Hochebene des Páramo

Einerseits geht es direkt nach Villadangos del Páramo. Von dort laufen Sie am nächsten Tag weiter nach und San Martin del Camino nach Hopital de orbiga. Dieser Weg führt Sie fast immer entlang der viel befahrenen Nationalstraße, ist dafür aber etwas kürzer als die Alternative.

Die ist andererseits aber auch nur knapp vier Kilometer länger und führt über die Weite der kastilischen Felder nach Hospital de Órbigo. Der Weg umfasst dann ab León gute 27 km und führt Sie über Pisten, Feldwege und kaum befahrene Sträßchen zunächst nach Villar de Mazarife, mit dem kleinen, aber interessanten Museum des romanischen Malers Pintor Románico, und dann an den Hospital de Orbigo, von wo Sie aus am nächsten Tag starten

Von Villadangos del Parmo nach Astorga

Von Villadangous aus, führt der Weg (sofern Sie gestern nicht die Alternative gewählt haben) zunächt an der Nationalstraße vorbei nach Hospital de Orbigo. Dort können Sie wählen, ob Sie in der Nähe der Nationalstraße bleiben oder eine etwas längere aber ruhigere Nebenstrecke nach Santibáñez de Valdeiglesias nehmen möchten.

Blick auf Astorga

Auf dieser führt der Weg schön und ruhig durch Wälder und Felder und sodann in mäßigem Auf und Ab über hügeliges Gelände hinauf zum Wegkreuz von Santo Toribio. Dort genießen Sie dann einen phantastischen Ausblick über Berge im Norden und Westen und den Türmen der Kathedrale von Astorga im Vordergrund.


katedrála Santa María - Astorga

Der Bischofspalast in Astorga

Sie wandern über kleine Landstraßen und Pisten hinab nach Asturga, dessen römische Herkunft – Asturica Augusta hieß die Stadt einst – Sie noch heute an zahlreichen baulichen Resten ersehen können. Versäumen Sie auch nicht, die Kathedrale und den Bischofspalast, mit seinem „Museum der Jakobswege", zu besichtigen.

Von Astorga nach Rabanal de Camino

Von Astorga aus laufen Sie einen Weg, der Sie nun durch eine veränderte Landschaft führt. Die fruchtbare Tiefebene des Tierra de Campos wird von einer kargen Hügellandschaft abgelöst, der Maragatería, deren Bewohner, die Maragatos ein Menschenschlag mit eigenen Traditionen sind, die sich bis in die Architektur, beispielsweise der Kirchen, wiederspiegeln. Auf Sträßchen und Feldwegen erreichen Sie schließlich Murias de Rechivaldo.

In den Hügel und Weiten…

Hier stehen wieder zwei Routen zur Auswahl: eine kürzere Wegstrecke nach Santa Catalina de Somoza und eine etwas längere, die über Castillo de los Polvozares führt. Das ist ein restaurierter Ort, der die typische Architektur der Maragatería aufweist und durch seine ungleichmäßig gepflasterten Straßen und die roten Steinhäuser mit den grünen Türen und Fenstern besticht.

… der Maragatería

Der weitere Weg führt Sie meist entlang von Landstraßen über Rabanal del Camino. Im dortigen Benediktinerkloster können Sie abends den Vespergesängen und den Kompleten beiwohnen. Pilgern, die Zeit zur Einkehr mitbringen, wird sogar für einige Tage die Aufnahme ins Kloster ermöglicht.

Von Rabanal de Camino nach Ponferrada

Auf Landstraßen laufen Sie unächst nach Foncebadón. Dann beginnt der der Jakobsweg auf 1.517m Höhe in die Berge von León (Montes de León) zu steigen und bleibt für sechs Kilometer auf diesem Niveau, was Ihnen heute prächtige Ausblicke über die gesamte Landschaft beschert. Zwei Kilometer hinter Foncebadón erreichen Sie den höchsten Punkt am Cruz de Ferro (Eisenkreuz). Versäumen Sie nicht, die alte Tradition aufrecht zu erhalten, hier, an dem Eichenstamm, der auf seiner Spitze das Kreuz trägt, einen Stein auf dem gewaltigen Haufen abzulegen, wie es seit Jahrhunderten von jedem Pilger gefordert ist

Montes de León

Teils auf Pfaden, teils entlang von Landstraßen bewegen Sie sich sodann hinunter auf El Acebo zu. Von dort geht es auf wechselnden Wegen bis nach Molinaseca, das Sie über eine alte Römerbrücke betreten, die den Meruelo überspannt. Oder Sie bleiben gleich in El Acebo und gehen am nächsten Tag über ein Nebenroute ins Tal des Schweigens (Valle del Silencio) und weiter nach Peñalba de Santiago. Dann aber müssen Sie am darauf folgenden Tag wenig spektakuläre 20 km entlang einer Landstraße nach Ponferrada gehen, wo Sie wieder auf den eigentlichen Camino Francés treffen.

Die Römerbrücke in Molinaseca

Bleiben Sie in Molinaseca auf der klassischen Routen wandern Sie die meiste Zeit Landstraßen folgend nach Ponferrada, der Hauptstadt der Region Bierzo, das Sie im Falle der Wegalternative durchs Tal des Schweigens erst am Abend des nächsten Tages erreichen. Auch in dem Fall finden Sie in Ponferrada Pilgerherbergen, die Sie zur Nacht aufnehmen werden. Ponferrada macht besonders mit einer alten Templerburg auf sich aufmerksam, die früher den Pilgerweg sichern sollte und heute als eines der markantesten Beispiele spanischer Militärarchitektur gilt.


templářský hrad - Ponferrada

Von Ponferrada nach Villafranca del Bierzo

Der Weg von Ponferrada nach Cacabelos führt in der Stadt zunächst über den Fluss Sil und einige Zeit auf einer sehr schönen Uferpromenade entlang und dann durch einen hübschen Park hindurch, bis Sie Ponferrada auf kleinen Straßen und Feldwegen verlassen.

Das Kastell von Villafranca

Bald erreichen Sie Camponaraya und laufen dann eine ganze Weile auf gerader Piste und zwischen Weinfeldern hindurch nach Cacabelos.

Wenn der heutige Tag vorbei ist, hat Ihr Weg Sie über Piste und Landstraße nach Villafranca del Bierzo gebracht, das nicht nur wegen seiner vielen Kirchen und Monumente das „Kleine Compostela" genannt wird, sondern auch, weil kranken Pilgern früher schon hier der Ablass ermöglicht wurde.

Von Villafranca del Bierzo nach O Cebreiro

Im Ort zweigt eine recht anstrengende, 20 km lange Alternativroute über das Bergdorf Pradela ab, die Sie auch ins Etappenziel Vega de Valcarce führt.Alle anderen begeben sich auf den Weg nach Pereje, das ebenfalls über eine anstrengendere und etwas längere Route durch die Berge oder bequemer an deren Fuße, aber entlang einer Landstraße, erreicht wird.

In der Bergwelt Galiciens

Von dort sind es noch 10 km bis Vega de Valcarce. Sie laufen über einen Weg, der entlang der alten, und damit nicht mehr so stark befahrenen, Nationalstraße N–VI verläuft. In Vega de Valcarce angekommen lädt der Fluss Valcarce den müden Pilger zu einem Bade.

O Cebreiro

Der Camino Francés führt Sie dann weiter auf kleinen Landstraßen über Ruitelán nach La Faba, wo die Wanderer auf einen steil auf und ab führenden Waldweg nach O Cebreiro abbiegen, während Radfahrer sich besser weiterhin an die Landstraße halten. O Cebreiro ist der erste galicische Ort, den Sie betreten und lädt zum Besuch des Ethnografischen Museums und der Pfarrkirche ein, in der der Heilige Kelch von Galicien aufbewahrt wird.

Von O Cebreiro nach Triacastela

Nun verliert die Landschaft, durch die Sie pilgern, allmählich ihren kargen Charakter, denn Galicien ist in erster Linie grün und bergig. So führt Ihr Weg Sie hinter dem Ort denn auch zunächst durch einen Wald auf die Passhöhe von San Roque und sodann meist über Feldwege nach Hospital de Condesa.

Der Jakobsweg führt Sie auf Feldwegen nach Padornelo. Hier erwartet Sie ein steiler Aufstieg auf den Pass Alto do Polo (1.337m), den höchsten Pass des Camino in Galicien.

Grünes Galicien bei Traicastela

Dem Aufstieg auf den Pass folgt ein langer Abstieg über 12 km, ebenfalls meist auf Feldwegen, über Fonfría, Viduedo und Filloval, bis das auf etwa 650 Höhenmetern gelegene Triacastela erreicht wird, wo Sie morgen eine schwere Entscheidung zu treffen haben.

Von Triacastela nach Sarria

Die Entscheidung, die Ihnen abverlangt wird, betrifft die Auswahl zwischen einer landschaftlich schöneren Route auf dem klassischen Hauptweg über Calvor nach Sarria oder die 7 km längere Alternative über Samos, die kunsthistorisch interessanter ist.

Bergwelt Galiciens

Die Variante über Calvor führt Sie bis zu diesem Ort auf Feld– und Waldwegen in steilem Auf und ab und teilweise wildromantisch durch die Berglandschaft Galiciens. Die 5 km von Calvor nach Sarria stellen dann ein anspruchsloses Wandern längs der Landstraße dar.

Galicischer Camino

Die zweite Variante führt Sie entspannt, teils entlang einer Landstraße aber auch über Waldwege und durch das Tal des Flusses Ouribio, bis nach Samos, wo das Kloster San Julián und die Kapelle der Zypresse (Capilla del Ciprés) Ihre Aufmerksamkeit auf sich lenken. Der weitere Weg zu Ihrem Tagesziel, über Pisten und entlang von Landstraßen verlaufend, ist dann wenig spektakulär.

Von Sarria nach Portomarin

Nehmen Sie sich etwas Zeit, die interessante Altstadt von Sarria zu besichtigen, bevor Sie aufbrechen, um auf Feld– und Waldwegen über Barbadelo nach Ferreiros zu laufen. Sie durchlaufen viele kleine Dörfer und kreuzen unzählige Sträßchen und Wege, weshalb es heute besonders wichtig ist, auf die Markierungen zu achten!

Der Weg führt sie weiter nach Portomarín – nach dem neuen Portomarín um genau zu sein. Das alte versank in den Sechziger Jahren als der Fluss Miño hier zu einem See gestaut wurde.


kostel San Nicolas - Portomarín

Portomarín

Aber auch das neue, sorgfältig im klassischen Stil wiedererbaute Portomarín lohnt einen kleinen Streifzug. Besonders die romanische Wehrkirche San Nicolás, die Stein für Stein unten ab– und hier oben wieder aufgebaut wurde, verdient Aufmerksamkeit.

Von Portomarin nach Palas de Rei

Waldwege führen Sie nun nach Gonzar und Feldwege nach Hospital da Cruz. Der heutige Tag bietet keine hervorhebbaren Höhepunkte, sondern lässt Ihnen mit seinem sanften Auf und Ab Zeit für sich und die Landschaft.

Hórreos am Weg (I)

Die Ruhe erlaubt es Ihnen vielleicht auch, die unauffälligen kleinen kulturellen Eigenheiten Galiciens stärker auf sich wirken zu lassen

Palas de Rei

Zu nennen sind da etwa die Friedhöfe, auf denen jedes Grab ein eigenes, kleines Monument ist oder die langgestreckten granitenen Maisspeicher, die hórreos.

Von Palas de Rei nach Ribadiso

Kleine Sträßchen und Feldwege, später auch schattige Waldwege, kennzeichnen den Weg, der Sie zunächst nach Casanova und dann nach Melide führt. Unterwegs sollten Sie es nicht versäumen, die schöne romanisch–gotische Kirche von Leboreiro zu besichtigen.

Hórreos am Weg (I)

Steil bergab führt Sie der Weg in der zweiten Tageshälfte dann aus Melide hinaus, bis Sie in Santa Marta hauptsächlich Waldwege nach Boente und Feldwege nach Castañeda führen.

Brücke bei Ribadiso

Mehrere Bäche mit teils malerischen Brücken kreuzend erreichen Sie sodann das heutige Etappenziel Ribadiso.

Von Ribadiso nach Arca de Pino

Die vorletzte Etappe auf dem Weg nach Santiago beginnt. Entlang von Landstraßen leitet der Weg Sie über Arzúa nach Calle.

Der weitere Weg nach Pedrouzo, über Orte wie Boavista, Salceda, Brea, Santa Irene und Pedrouzo (…)

(…) ist dann wieder von langen Abschnitten auf und entlang von Landstraßen bestimmt.

Von Arca de Pino nach Santiago de Compostela

Heute Abend werden Sie – endlich?/zu früh? – jenes Ziel betreten, das seit über 1.000 Jahren Pilger auf den nun fast hinter Ihnen liegenden Weg schickte: Santiago de Compostela, die letzte Ruhestätte des Heiligen Jakobus.

Monte do Gozo

Ein die Wegführung des Camino Francés rekapitulierendes Gemisch von Straßen, Sträßchen, Feld– und Waldwegen führt Sie über San Antón, San Palo und Vilamaior nach Monte do Gozo. Hier haben Sie vom Gipfel des Aussichtshügels einen umfassenden Blick auf Santiago de Compostela: Monte do Gozo heißt Berg der Freude und soll beschreiben, was der Pilger fühlt, wenn er von dieser Anhöhe auf sein Ziel blickt.

Am Ziel: Santiago de Compostela

Der Ort Monte do Gozo selbst erzeugt jedoch weniger Glücksgefühle, handelt es sich doch im Wesentlichen um ein gigantisches Hotel– und Herbergsareal, das heute mehr als 3.000 Betten zur Verfügung stellt. Es hält Sie also wenig auf – es sei denn Sie übernachten hier und betreten die Stadt erst am nächsten Morgen –, noch die letzten fünf Kilometer über Straßen in die Stadt und Ihr Zentrum zu laufen.

Städte und Gemeinde entlang des Weges

Roncesvalleswww.roncesvalles.es
Pamplonawww.pamplona.net
Puente la Reinapuentelareina–gares.net
Estellawww.estella-lizarra.com
Los Arcoswww.losarcos.es
Logroñowww.logro-o.org
Najérawww.najera.es
Santo Domingo de la Calzadawww.santodomingodelacalzada.org
Beloradowww.belorado.org
Burgoswww.aytoburgos.es
Carrión de los Condeswww.carriondeloscondes.es
Sahagúnwww.sahagun.org
Leónwww.aytoleon.es
Astorgawww.ayuntamientodeastorga.com
Ponferradawww.ponferrada.org
Sarriawww.sarria.net
Santiago de Compostelawww.santiagoturismo.com

Photogalerie

Hauptfassade der Kathedrale auf dem Plaza del Obradoiro
Blick auf die Kathedrale vom Plaza de la Azabachería
In der Krypta befinden sich die sterblichen Überreste des Apostels
Figur des Apostles auf dem Schrein des Hocholtars
Der Hocholtar spiegelt den ganzen Glanz des Barocks
Die Silberurne mit den Reliquien des Apostels
Das Heilige Tor wird nur im Jakobusjahr geöffnet
Das Torre del Reloj oder Torre Berenguela auf dem Plaza de la Quintana