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Svatojakubská cestaJakobswegWay of St. James

Schweiz

kresba cesty

Rorschach–Untereggen–St. Gallen–Herisau

Kamen viele Santiago–Pilger einst per Schiff von Lindau im Hafen von Rorschach an, so gelangen die meisten Wanderer unserer Tage vom Stadt–Bahnhof entlang dem Uferquai zur Hafenanlage. Ein paar Schritte weiter findet der Jakobsbrunnen am Kronenplatz unsere Aufmerksamkeit

Rorschach

Den Jakobsweg–Schildern folgend, gelangen wir in verwinkelter Passage zur Appenzellerstrasse, die schnurstraks stadtauswärts geleitet. Beim Müliberg, am Kreuzungspunkt alter Landstrassen, passieren wir die Autobahnbrücke

Nach kurzem Anstieg erreichen wir das Schloss Sulzberg, das im Volksmund Möttelischloss genannt wird

Entlang dem Schlossweiher mit Rückblick zum Bodensee strebt unser Weg auf die barocke Pfarrkirche von Untereggen zu Wir passieren die drei Ortsteile Vorderhof, Mittelhof und Hinterhof der Gemeinde Untereggen.

Untereggen

Vom Bauernhof Steingruben steigen wir auf Wiesland zur. von Legenden umrankten, Martinsbrücke ab. In einer grossen Schlaufe gewinnen wir wieder an Höhe und erreichen bald das St. Galler Neudorf–Quartier. Historische Relikte inmitten neuerer Wohnquartiere sind die alte Häusergruppe „am Weg“ und der schöne Hof Tablat

Fern des Stadtlärms geht es dem Hagenbuchwald entlang und auf der idyllischen Passage des Goldbrunnenwegs westwärts Bei der Linsebühl–Kirche erreichen wir die gleichnamige alte Vorstadt

Beim Spisertor kommen wir in die Altstadt und es sind nur mehr wenige Schritte bis zum Stiftsbezirk mit der Kathedrale

Die zu Einkaufszeiten belebten Spisergasse und Multergasse queren die Altstadt von St.Gallen

Im 19. Jahrhundert bebaute Strassenzüge führen zur St. Leonardskirche und an sehenswerten Jugendstilbrunnen vorbei zur neu renovierten Burg Waldegg

Bald nach dem Burgweiher zieht ein mächtiger Tröckneturm den Blick auf sich. Ebenso eindrucksvoll ist die Kapelle Maria Einsiedeln in Schönenwegen. Wenig später weist die Turmspitze der reformierten Kirche auf das nicht allzuferne Stadtquartier Bruggen mit dem sehenswerten Innenraum der katholischen St.Martins–Kirche

St. Gallen

Die tiefer gelegene Kräzernbrücke (1811) mit Ausblick zur Fürstenlandbrücke (1940) überspannt den Sitterfluss. Kurz vor der ehemaligen äbtischen Papiermühle zweigt unsere Route links von der Strasse ab, hoch zum Hof Gübsen

Vorbei am Schlösschen Sturzenegg und entlang des beschaulichen Gübsensees folgen wir der Linie des ehemaligen Saumweges nach Herisau

Herisau

Über den Kreckelweg und die Kreuzgasse erreichen wir beim Gasthaus Adler den stattlichen Marktflecken Herisau. Die Bachstrasse mit Ausblick zur Kirche endet beim einstigen Pilgerbrunnen

Herisau–Nieschberg–St.Peterzell–Wattwil

Ausgangspunkt ist die grosse Landkirche von Herisau, deren Innenraum in einzigartiger Weise Spätgotik und Rokoko verbindet. Am Platzende bei der Apotheke zweigt die Schmiedgasse rechts ab. Alte Holzhäuser, darunter das Weisse Rössli als ehemalige Herberge,säumen die ehemalige Ausfallstrasse Richtung Toggenburg

Über die „Alte Steig“ geht’s abwärts ins mit Industrieanlagen bebaute Glatttal. Ab Schlossstrasse gewinnt unser Wanderweg über den Hof Böhl und bald durch Waldungen mit Durchblick zur Villa „Buff“ (1908) schnell an Höhe

Das Bänkli bei der Zentenar–Linde auf dem Nieschberg lädt zur Rast mit schöner Rundsicht ein

Ab Nieschberg (917 M.ü.M.) zieht der Weg gemächlich südwärts und macht mit manchem Appenzeller Bauernhaus bekannt

Kurz nach dem Hörnlipass gelangen wir zur Waldstätter Vollhofstatt, von wo nach einem kurzen Aufstieg der Richtung Schwellbrunn führende Höhenweg erreicht wird. Bei schönem Wetter geniessen wir den Ausblick zum Säntis

Nordwärts haben wir die schöne Dorfzeile von Schwellbrunn vor uns

Schwellbrunn

Nach der Passage des Risiwaldes zieht der Weg beim Weiler Risi hinauf zum Bergrestaurant Sitz (1 084 M.ü.M.), dem höchsten Punkt unserer Pilgerroute.

Nachdem wir beim Restaurant Landscheide den Kanton Appenzell Ausserrhoden verlassen haben, strebt der Jakobsweg mit Ausblick zum Speer südwestwärts.

Entlang des Höhenzugs geht es über Chäseren und Ämisegg zum Hof Berg. Es folgt der Abstieg ins Neckertal zum Propsteigebäude von St.PeterzellStattliche Bürgerhäuser wie das Rothus in St.Peterzell zieren das ehemalige Klosterdorf

St.Peterzell

Nach der Neckerbrücke geht es weiter zum alten Bädli, mit bemalter Schaufassade und schönem Badschild

Auf gut erhaltenem Hohlweg wandern wir nach Hofstetten hinauf

Stattliche Holzhäuser mit reich gestalteten Fassaden prägen den Weiler Hofstetten. Nach der Querung des Schlifentobels erklimmt der Wanderweg über den Hof Niderwil die Anhöhe des Reitenbergs. Bald ist das Gasthaus „Churfirsten“ auf 984 m am Übergang zwischen Necker– und Thurtal erreicht

Westwärts entlang einer Kette von Toggenburger Bauernhöfen geht es Richtung Wattwil hinunter. Nach einer Passage durch ein neueres Wohnquartier geleitet die Hemberger–Strasse zur Kubli–Kirche von Wattwil

Wattwil

Wattwil–Laadpass–St. Gallenkappel–Schmerikon

Das über dem Dorf thronende Kloster Maria Engel ist ab Bahnhof Wattwil in wenigen Minuten erreicht. Ein Waldpfad stellt die Verbindung zum jenseits des Bachtobels hochsteigenden Laad–Wanderweg her.

Wattwil

Auf direktem Weg oder vorbei an der Burg Iberg geht es zur Schlosswies

Von dort zieht unser Jakobsweg zur Schlossweid, abseits der Strasse und in direkter Linienführung

Mit Ausblick ins Steintal und Rückblick auf Wattwil steigen wir weiter zur Vordern Laad

Hier säumen eine Reihe schöner Toggenburger Häuser unsern weiteren Weg

In sanfterem Anstieg wandern wir weiter zur Heid am Übergang des Laadpasses

Kurz danach verlassen wir die alte Landschaft Toggenburg und gelangen in den St.Gallischen Seebezirk. Nach der Hintern Laad wandern wir entlang einer alten heckengesäumten Wegpassage

Diese führt als Abkürzungzum Naturschutzgebiet Bodenwies

Vorbei am Schiessplatz Cholloch erreichen wir den Sattel von Oberricken. Nach der Passage eines bewaldeten Hohlweges wandern wir dem Kirchdorf Walde zu. Kurz nach dem Dorfausgang wechseln wir auf die heute über Wiesland verlaufende ehemalige Fahrstrasse nach Widen

Ab Höfli bis Allenwinden folgt ein schöner Hanglehnenweg. Dann führt der einstige Passweg hohlwegartig eingeschnitten mit Ausblick auf den obern Zürichsee nach Rüeterwil hinunter. Die dortige Kapelle St.Ursula mit Jakobus–Figur und das Gasthaus laden zur Rast ein

Ab Rüeterswil zieht sich der Weg jenseits der Strasse geradlinig fort. Um die asphaltierte Landstrasse zu meiden, wandern wir in beschaulicher Schlaufe über Bezikon und Eichholz zur Grubenmann–Kirche von St.Gallenkappel, die als barockes Schmuckstück einen Besuch lohnt

St. Gallenkappel

Entlang des bewaldeten Aabachtobels erreichen wir die Rickenstrasse und jenseits davon die 1830 erstellte Aabach–Brücke. Nach kurzem Bachübergang sind wir bei der zuvor ins Blickfeld geratenen Jakobskappelle von Neuhaus angelangt

Bald wieder dem Autoverkehr entronnen erreichen wir über das Risifeld die Höfe von Herrenweg und weiter geht es durch das ehemals gefürchtete Geistergebiet des Bürstli zum Goldberg. Dort angelangt, geniessen wir den Ausblick zum Obersee

Durch das Rebgebiet von Lanzenmoos geleitet uns das Goldberg–Strässchen zur St.Jost–Kirche hinunter. Bis zur Schifflände und zum Bahnhof von Schmerikon ist es nicht mehr weit

von hieraus geht die normale Route über Schmerikon–Lachen–Einsiedeln oder gibt es eine Variante über Schmerikon–Rapperswil–Einsiedeln

Schmerikon–Tuggen–Siebnen–Lachen

Ab Bahnhof dem Seeuferweg ostwärts folgen, dann auf das Richtung Schwimmbad abgehende Strässchen wechseln. Nach Durchquerung der grossen Allmeind gelangen wir über den Fussgängersteig zum Seitenkanal der Linth. Bald gelangen wir zum einstigen Burgturm und Schloss Grinau

Als Bestandteil des früheren Vogteisitzes (heute Gasthaus Grinau) erhaltenblieb die Nothelferkapelle, deren Zugang ein Wappenstein ziert

Wir folgen der nach Tuggen führenden Landstrasse. Auf der Höhe eines Gedenkkreuzes zweigt der Weg rechts ab und untertunnelt die nahe Autobahn. Ein Stationenweg geleitet am Rand des Buechbergwaldes zur Linthbordkapelle oder Anneli–Kapelle

Parallel zu einem Entwässerungsgraben zieht der Weg durch das ehemalige Tuggener Ried. Beim alten Gasthaus Löwen ist das Dorfzentrum erreicht. Wir folgen der Buechbergstrasse und biegen nach dem Dorfende zum Müslihof ab. Mit Ausblick ins Wägital geleitet die Nebenstrasse zum Paradies. Beim Weiler Bol und seinem typischem Schwyzerhaus mit Doppellauben zweigt von der Landstrasse ein über die Autobahn führendes Strässchen ab

Bald passieren wir die sehenswerte Loreto–Kapelle im Chromen und wandern Siebnen zu

Tuggen

Mitten im Dorf Siebnen, wo einst mehrere Wege zusammentrafen, steht die Kapelle St.Niklaus; drei Statuen, darunter Jakobus der Ältere, schmücken den Altar. Auf dem Kirchweg geht’s Richtung Aa–Brücke und bald danach in die Büelstrasse. Beim Gemeindehaus zweigt der Wanderweg rechts ab und führt durch neuere Wohnquartiere Richtung Chrüzstatt

Die Wegkapelle von 1629 enthält eine Pilgertafel in Erinnerung der Jerusalemswallfahrt des Stifters

Siebnen / Galgenen

Nach Überquerung der Hauptstrasse geht von der Obergasse ein Fusspfad ab, der geradlinig zur spätgotischen St. Jost–Kapelle zielt. Dieses auf das 14. Jahrhundert zurückgehende Gotteshaus gehört zu den reizvollsten Kleinbauwerken am Pilgerweg nach Einsiedeln

Die erneuerten Malereien am Seitenportal zeigen Kardinal Borromäus, St. Jost und Bruder Klaus

Auf Asphaltbelag geht es durch Feldfluren bis zur Brücke über den Spreitenbach. Der baumgesäumte Spreitenbach mit Uferweg geleitet uns unter der Autobahn hindurch an den Dorfrand

Lachen–Etzel–Einsiedeln

Vom Bahnhof Lachen durch die Unterführung zur Ätzidorfstrasse, wo die 1911 erneuerte Wegkapelle „Maria zum guten Rat“ steht. Die Tschuopis– und Breitenstrasse führen an den Fuss eines markanten Geländesporns. Der Blick schweift hinauf zur St. Johann–Kapelle von Altendorf am Standort der früheren Burg Alt–Rapperswil

Altendorf, Lachen, Pfäffikon SZ

Auf dem Höhenzug geht es am Restaurant „Johannisburg“ vorbei zum Wegkreuz an der Durchgangsstrasse Altendorf–Vorderberg. Wir suchen jenseits der Chessibachmulde den Anschluss an die Bilstenstrasse. Ihr folgen wir und benützen im Mittelstück eine Abkürzung entlang historischer Wegspuren.

Ab dem Weiler Bilsten (698 M.ü.M.) geniessen wir den nachfolgenden flachen Abschnitt und die Rückschau auf den Zürichsee. Ab Schwändi steigt der Weg durch Weidegebiet und baumbestandene Riedzonen gemächlich Richtung Etzelpass an. Beim Bauernhaus von Oberschwändi endet der von Altendorf ausgehende Stationenweg

Auf der Passhöhe laden Gasthaus und Kapelle St.Meinrad zu einer Ruhepause ein. Das 1759 neuerbaute Gasthaus geht als Pilgerhospiz und Säumer–Raststätte auf das 14. Jahrhundert zurück

Die Deckenmalereien zur Vita St.Meinradi des 1698 erbauten Gotteshauses illustrieren Lebensstationen des frommen Einsiedlers

Eindrücklich ist bei klarem Wetter die Panoramasicht Richtung Süden

Der Abstieg zur historischen Teufelsbrücke überdie Sihl (1794) muss auf Asphalt erlitten werden, während der Gegenanstieg einem bisweilen morastigen Wanderweg folgt

Ab Hinterhorben mit Rückschau zum Etzel kommen wir auf dem ebenen Flursträsschen schnell voran. Das Galgenchappeli am Standort der 1810 abgegangenen Kapelle, wo zum Tod Verurteilte den letzten Segen erhielten, weist auf das frühere Einsiedler Hochgericht hin

Mit Ausblick auf den Sihlsee zieht unser Weg in südlicher Richtung fort. Die Mariensäule auf dem Horgenberg weist auf die Patronin des nahen Klosters hin.

Über die alte Etzelstrasse gelangen wir zu den dorfnahen Wohnsiedlungen und passieren bereits mit Blick auf die grosse Klosteranlage die St.Gangulf–Kapelle.

Dieses auf das 11. Jahrhundert zurückgehende Gotteshaus, das die Pilger einst geradewegs durchschritten, ist die älteste Kapelle im Hochtal

Nordseits vom Kloster Einsiedeln am Platz und im Friedhof erinnern zwei Denkmäler an bekannte weltliche Bürger Einsiedelns, den Arzt und Naturforscher Paracelsus (1493–1541) sowie den Heimatdichter Meinrad Lienert (1865–1933) Kloster Einseideln: www.kloster–einsiedeln.ch

Einsiedeln

Einsiedeln–Trachslau–Haggenegg–Brunnen

Der Jakobsweg führt an den Hotels St. Johann und Katharinahof vorbei Richtung Luegeten. Links neben dem Wohnhaus entsteht die Bibliothek Werner Öechslin, von Mario Botta geplant.

Rechts am Wegrand ist eine der hölzernen Pilgerverkaufsbuden erhalten geblieben

Der ausgeschilderte Jakobsweg geht entlang dem Flüsschen Alp weiter Richtung Trachslauer Moos

Einsiedeln

Rechts liegt das Benediktinerinnenkloster zu Allen Heiligen in der Au. Das Kloster geht auf Frauen zurück, die um 1200 nach Einsiedeln kamen, die sogenannten Waldschwestern. Eine Besonderheit ist die „ewige Anbetung“ während 24 Stunden pro Tag seit 152 Jahren. Die moderne Kirche wurde 1974 geweiht

Der Trachslauer Weiher, ein idyllisch gelegenes Wasser und in südlicher Richtung steht eine alte Pilger–Schutzhütte

Wir durchqueren Trachslau und biegen vor der Kirche Trachslau nach rechts ab. Der heutige Wegverlauf entspricht nicht mehr dem ursprünglichen Pilgerweg

Auf dem Weg nach Alpthal kommen wir an alten Schwyzer Häusern vorbei

Die Kirche von Alpthal ist der heiligen Appolonia geweiht, der Patronin aller unter Zahnschmerzen Leidenden

In Alpthal ist das Schulhaus aus dem 19. Jahrhundert erhalten

Alpthal

Hinter Alpthal beginnt der Aufstieg auf die Haggenegg. Der Weg durch den Langwald überwindet auf Spuren alter Bepflasterung rund 300 Meter Höhendifferenz.

Einsiedeln–Haggenegg–Brunnen

Wir verlassen den Wald und finden auf der rechten Seite des Weges das Bruustchappeli, welches eine Marienstatue und diverse Exvotos beherbergt. Das Wegkapellchen wurde 1795 erbaut.

Bis zum Bergrestaurant „Haggenegg“, vor uns immer die beiden Gipfel der kleinen und grossen Mythen vor Augen, steigt der Jakobsweg weniger stark an. Die Haggenegg ist mit 1414 M.ü.M. der höchste Übergang des Jakobsweges auf Schweizer Gebiet. Der Blick hinunter auf den Lauerzer– und Vierwaldstättersee sowie das Bergpanorama bis zu den Glarner Dreitausendern sind grossartig. In der Nähe befinden sich zwei Kapellen.

Der Jakobsweg verläuft östlich des Bergrestaurants als steiler Abstieg in einer Rinne, dann geht er in ein unbefestigtes Strässchen über. Danach folgt er den grossen Kehren der Forststrasse durch den Stock– und Höchwald zum Langried und auf asphaltierter Fuhrstrasse geht es zum Würzli und Brändli. Nach dem zum Teil sehr dichten Höchwald kommen wir zum Weiler Ried, mit der Fridolins–Kapelle (1779)

Der Jakobsweg führt am Kollegium Schwyz vorbei

Schwyz

In Schwyz befinden sich kulturhistorisch bedeutende Bauten, wie die Barockkirche St. Martin (1774), das Bundesbriefarchiv, das Forum der Schweizer Geschichte, das Rathaus sowie verschiedene Herrenhäuser.

An der Schmiedgasse steht die Kapelle zur Schmerzhaften Muttergottes (1683). Ihr Gnadenbild war früher Mittelpunkt einer lokalen Wallfahrt

Vor Ibach steht die Kapelle zur heiligen Barbara

Nach der Überquerung der Muota stehen wir vor der 1485 erbauten Erlenkapelle

Ibach

Wir folgen dem ausgeschilderten Jakobsweg durch die weite Ebene nach Ingenbohl. Die Pfarrkirche Ingenbohl wurde 1656–61 erbaut und später zweimal vergrössert 

Ingenbohl

Auf dem Hügel liegt das Zentrum der Ingenbohler Schwestern mit Kloster, Kirche und Mädcheninstitut. Die Maria–Theresia– Kapelle ist heute ein regional bekannter Wallfahrtsort

Von hier nach Brunnen und zum Vierwaldstättersee sind es nur noch wenige Minuten. Die Bundeskapelle genannte Heinrichskapelle von 1632 erinnert an den Rütlischwur

Brunnen

Das Hotel Waldstätterhof am See ist ein Beispiel für die Hotellerie des ausgehenden 19. Jahrhunderts.

Abzweigung Luzerner Jakobsweg über Luzern–Emmental

Brunnen–Treib–Emmetten–Beckenried–Stans

Schon vom See aus erkennen wir „das Haus an der Treib“, bekannt als Freistätte für Verfolgte

In Brunnen besteigen wir das Schiff und erreichen nach knapp 10 Minuten den alten Susthafen von Treib

Der Seelisberg mit dem ehemaligen Wallfahrtsort „Maria Sonnenberg“ und dem Schlösschen Beroldingen

Seelisberg

Von Volligen haben wir eine wunderbare Aussicht auf Brunnen, Schwyz und die Mythen. Wir folgen dem nach links führenden „Nidwaldnerweg“ nach Emmetten Der Weg nach Volligen steigt gemächlich an. Beckenried ist mit 3 h 30’ angeschrieben

Der Aufstieg nach Emmetten ist steil und bedingt gutes Schuhwerk und geübte, schwindelfreie Wanderer

So gelangen wir nach dem Waldaustritt vor Emmetten zur Heiligkreuzkapelle von 1795.

Interessant ist das Dorfwappen: drei weisse Muscheln auf rotem Grund, das auf die frühe Jakobsverehrung hinweist

Emmetten

Auf dem Abstieg nach Schöneck Richtung Beckenried finden wir die schmuck hergerichtete St. Anna–Kapelle, mit ihrem gepflästerten Zugang 

Dem See entlang, auf asphaltierter Strasse, erreichen wir Beckenried. Unübersehbar ist die Pfarrkirche St. Heinrich aus dem ausgehenden 18. Jahrhundert

Beckenried

In der Vorhalle rechts überrascht die von der alten Kirche übernommene Grabplatte. Es lohnt sich, die Darstellung der damaligen Jerusalem– und St. Jakobspilger eingehender zu betrachten

Oben sieht man die Jakobsmuschel, links vom T das Jerusalemkreuz, rechts dann die Abbildung des Katharinaordens

Beim grossen Wegweiser rechts der Talstation Klewenalp finden wir den gut beschilderten Jakobsweg, wiederum einhergehend mit dem „Waldstätterweg“. Auf ihm kommen wir zur Wallfahrtskapelle Maria im Ridli, welche auf 1605 zurückgeht.

Diese wurde wegen dem grossen Pilger– und Wallfahrerzustrom sukzessive vergrössert.

Der Jakobsweg führt der Autobahn entlang nach Buochs, wo wir als erstes die Nothelfer–Kapelle im oberen Dorfteil erreichen.

Im westlichen, oberen Dorfteil steht die Pfarrkirche St. Martin, welche 1802 unter dem Luzerner Meister Niklaus Prutscher entstand. Die Kirche ist teilweise mit den Bausteinen einer vorherigen Kapelle aus dem 12. Jahrhundert entstanden.

Buochs

In der Obgass, auf 457 M.ü.M. finden wir links die Obgasskapelle „unserer lieben Frau von den sieben Schmerzen“ von 1663

Unter der Autobahn durch nach rechts gelangen wir nach Ennerberg, 507 M.ü.M., und kommen zur Nachbildung der „Santa Casa di Loreto“. Sie wurde vom Landammann und Heerführer Jakob Achermann nach seinem Sieg im 2. Villmergerkrieg 1712 gestiftet

Auf eine lange Tradition zurück, geht der Glaube an Maria als Helferin in Kriegs– und Glaubensgefahren

Der alte, ursprüngliche Jakobsweg führte bei der Loretokapelle auf der alten Kantonsstrasse direkt nach Stans

Der heute beschilderte Jakobsweg führt hingegen links hinauf auf den Waltersberg mit der St. Anna– Kapelle, auch „Chäppelisitz“ genannt. Viele Dankesbezeugungen berichten von wundersamen Genesungen

Auch von hier haben wir einen grossartigen Ausblick auf Stans

Der Weg beginnt recht steil und führt uns hinunter ins Tal, wo wir die Engelberger Aa überqueren und nach links über die Felder zur St. Rochus–Kapelle in Wil gelangen

Engelberg

Von hier folgen wir Richtung Stans dem Feldweg und treffen auf die St. Heinrichskapelle in Oberdorf. Der Jakobsweg ist gut ausgeschildert Richtung Stans

Entlang der Kantonsschule St. Fidelis kommen wir nach Stans, das seine Wurzeln zurück bis ins 10. Jahrhundert hat

Stans

Wahrzeichen ist die imposante Pfarrkirche St. Peter und Paul aus dem 13. Jahrhundert

Hier haben wir eine Fülle der von Wallfahrern aufgesuchten Gnadenbilder, wie z.B. auf dem von 1645 stammenden schwarzen Marmoraltar oder die Wallfahrtskapelle „S. Maria unterm Herd“ als Krypta unter dem linken Seitenschiff

Stans–Kerns–St. Niklausen–Flüeli–Ranft

Wir starten in Stans vor dem Winkelrieddenkmal auf dem Dorfplatz Richtung St. Jakob und steigen die Knirigasse hinauf Das Winkelrieddenkmal erinnert an die Schlacht bei Sempach und wurde 1865 von Ferdinand Schlöth aus Carrara–Marmor gehauen Nach einem recht steilen Aufstieg erreichen wir die Knirikapelle „Maria zum Schnee“

Die Knirikapelle wurde1689 erbaut, jedoch erst 1717 vom Abt von Engelberg geweiht Viele Bildstöckli säumen den Weg

Bevor wir den Rastplatz Rohrnerberg erreichen, erblicken wir rechts unten an der Kantonsstrasse das Rohrechappel

Über saftige Matten erreichen wir am Heimwesen Hubel vorbei den nächsten Aussichtspunkt Murmatt. Von hier aus überblicken wir die Gemeinde Ennetmoos mit der Allwegkapelle. Dieses Gebiet war Stammsitz der „Winkelried“

Ausgangs Ennetmoos sehen wir die Pfarrkirche St. Jakob, mit der Statue des Jakobus über dem Kircheneingang. Dann überschreiten wir den Mehlbach und mit ihm die Grenze von Nid– zu Obwalden

Ennetmoos

Nach nur 5 Minuten gelangen wir zur Katharinenkapelle von 1641, welche anstelle eines „Galgenchäppelis“ erbaut wurde

Nach einem sanften Aufstieg gelangen wir zur Kapelle Mey – oder Gmeichäppeli

Weiter gehen wir auf dem Bruderklausenweg 

Auf asphaltierter Strasse kommen wir zur St. Antoni–Kapelle,1639 erbaut 1640 geweiht und gestiftet vom Ratsherr Heinrich Blättler aus Kerns

Wir wandern auf dem markanten Geländerücken der Egg zu. Hier haben wir eine absolut einmalige Rundsicht

Wir biegen nach links ab, als Rundweg markiert, zur Kapelle St. Niklausen. Ihr auffallendes Merkmal ist der freistehende Glockenturm, der an einen Wachtturm erinnert

St.Niklausen

Kerns, Melchthal

Die Fresken im Chor aus der Zeit des 14. Jahrhunderts gehören zu den bedeutendsten gotischen Wandmalereien der Innerschweiz. Wir steigen den steilen Weg hinunter, welcher rechts der Kapelle abgeht

Auf dem als Jakobsweg ausgeschilderten steilen Pfad kommen wir zur Kapelle des Bruder Ulrich im Mösli. Der Stein im Seitenraum der Mösli–Kapelle soll Bruder Ulrich als Schlafstelle gedient haben

Wir steigen von der Möslikapelle zur Unteren Ranftkapelle hinab. Im Ranft lebte Bruder Klaus von 1467 bis zu seinem Tod 1487

An der rechten Wand des Schiffs ist in einem Freskenzyklus aus der Zeit um 1578 das Leben des Bruder Klaus dargestellt

Flüeli–Ranft

Etwas überhöht steht die Obere Ranftkapelle mit dem Eremitenhäuschen des Bruder Klaus. Kapelle und Eremitenhäuschen wurden 1468 erstellt

Wer das Geburts– und das Wohnhaus von Bruder Klaus besuchen will, muss zum Flüeli hinaufsteigen

Flüeli–Ranft–Sachseln–Giswil–Kaiserstuhl–Obsee–Brünig

Das Geburtshaus von Bruder Klaus Ranft haben Jakobspilger schon vor mehr als 500 Jahren bei Bruder Klaus Rat gesucht.

Ganz unten in der Schlucht am Wasser der Melchaa steht die untere Ranftkapelle.

Hier steht die Ranft–Kapelle mit der Zelle des Eremiten.

Vom Flüeli mit der von weitem sichtbaren Flüeli–Kapelle auf dem Felsen, ist der alte Pilgerweg als Fussweg nach Sachseln markiert.

Der Visionenweg von Flüeli nach Sachseln führt vom Geburtshaus des heiligen Bruder Klaus zur ersten Visionsstation mit dem Thema „Vision im Mutterschoss“. Danach geht es auf einem Wiesenweg   weiter zur zweiten Station („Turm–Vision des 16–Jährigen“)

Die 3. Station zeigt „Die Entscheidung des jungen Mannes“ Beim Endi treffen wir auf die 4.Station mit dem Thema: „Er selbst war der Tabernakel“ (Brunnen – Vision)

In der Blashalten steht die 5. Station: „Der Vater, Maria und der Sohn danken ihm“

Nach der letzten Station erreichen wir das Dorf Sachseln. Sein Name stammt von der Verkleinerungsform des spätromanischen „saxum“ (=Fels, Stein, Felsgestein). Der obere Dorfteil heisst deshalb auch Steinen

Im Zelebrationsaltar der Pfarr– und Wallfahrtskirche befindet sich das Grab von Bruder Klaus. Beim alten Kirchturm finden wir die Grabkapelle mit der ersten Grabstätte von Bruder Klaus. Welche SehenswürdigkeitenSachseln sonst noch bietet siehe

Sachseln

Auf einer Nebenstrasse gelangen wir vom Zentrum von Sachseln nach Edisried mit der Josefs–Kapelle . Der Weg führt nun etwas abwärts zum Seeufer des Sarnersees und wir kommen am historischen Landgasthof Zollhaus  vorbei

Giswil

Hier zweigt der Weg von der Strasse rechts ab zum grossflächigen Hanenried (Diechtersmatt) Von der Brünigbahn–Station Giswil benützen wir das Trottoir der Brünig–Nationalstrasse 

Hier sehen wir die zum Ortsbild gehörende Ruine Rudenz

Der Verlauf des alten Weges ist deutlich erkennbar und der schattige Kaiserstuhlwald spendet dem Pilger angenehme Frische. Bei der Sommerweid verlassen wir den Wald und erreichen nach kurzer Steigung den Ort Kaiserstuhl

Kaiserstuhl

Wir wandern weiter in mässiger Steigung durch den Wald hinauf zum Viadukt der Nationalstrasse, einem Beispiel moderner Bautechnik. Nach Überquerung der Strasse gelangen wir auf den historischen Brünigweg

Die schöne Terrassenaussicht des Gasthofes am unteren Rand des Lungernsees ist der Lohn für den Aufstieg. Kurz hinter dem Gasthaus begegnen wir am Uferweg (rechte Seeseite) einem stilvollen Obwaldner Bauernhaus

Lungern

Weiter geht es nach Bürglen zu einer reizvollen Kapelle aus dem Jahre 1686. Ein besonderes Vergnügen ist die Wanderung entlang dieser ruhigen Uferlandschaft  bis zum oberen Seeende zu Obsee.

Dieser Ort ist geprägt von vielen schönen Bauernhäusern die sich harmonisch in die Landschaft einfügen. Für Rastende bietet sich ein schattiger Sitzplatz an, mit sehr schöner Seesicht

Danach gehen wir auf der Dorfstrasse weiter zur Kapelle St.Beat. Sie wurde in den Wirren der Reformation im Jahr 1567 als Ersatz–Wallfahrtsort zum Pilgerort Beatushöhlen am Thunersee gebaut. In der Kapelle gibt es vielseitige Bilddarstellungen zur Beatuslegende.

Brünig–Zollhaus–Kulm–Brienzwiler–Hofstetten–Brienz–Giessbach–Isch–Bönigen–Interlaken

Ausgangspunkt ist die Kantonsgrenze oberhalb dem grossen Parkplatz, unterhalb des Brünigpasses. Dieser gepflästerte Pfad führt zuerst etwas aufwärts vorbei am Grenzstein „Unterwalden/Bern“. Südlich folgen wir die Route der Wanderweges bis zum Bahnhof Brünig.

Dort überqueren wir die Hauptstrasse und steigen über den Felsweg hinüber in den historischen Pilgerweg Etwas unterhalb, von der Einmündung in die heutige Passtrasse, befand sich einst das Wacht– und Zollhaus auf dem Brünig. Dieses gehörte der Landschaft Hasli.

Brünig, Hasliberg

Beim Brünig–Pass besteht die Möglichkeit zu einem interessanten Abstecher hinunter nach Meiringen. Dieser historische Ort liegt an den Passrouten Grimsel/Susten, die in den Süden führen Die Originalroute (Saumweg) Richtung Brienz wurde 1861 beim Bau der neuen Brünigstrasse fast ganz zerstört. Wir pilgern weiter auf einem ca. 300 Meter langen, neu erstellten Weg oberhalb der Autostrasse  

Über Rytz und Herwäg gelangen wir auf historischen Pfaden zu den ausgedehnten Alpweiden von Bräch mit vielen, schönen Steinlesewällen

Weiter geht es über Halti in das mystisch anmutende, urwaldähnliche Felsengebiet beim Tschuggen. Diese Aussichtsfluh über dem Haslital, erreichen wir in ca. 5 Minuten (Abzweigung)

Ab jetzt verläuft der Waldpfad ständig abwärts. Nach einer Felsen–Quellgrotte geniessen wir die erste Aussicht auf das schön gelegene Dorf Brienzwiler

Der Dorfweg führt uns mitten hinein in die historischen Gassen von Brienzwiler mit seinen gut erhaltenen, reich verzierten und unter Schutz gestellten Bauerhäusern

Auf einer Wiese oberhalb des Restaurants Bären, sieht man noch Relikte des alten Saumweges. Von hier geht es weiter durch ein historischesGässli und auf einem Fahrweg bis zum Reitzentrum Bifing

Brienzwiler

Hofstetten

Von Bifing benutzen wir den meist flachen Original–Jakobsweg entlang einer Wiesenebene bis zum Dorfrand von Hofstetten. Hier enden die Spuren des Jakobweges für eine längere Zeit.

Verschiedene Wildbachkatastrophen der vergangenen Jahrhunderte verschütteten grosse Teile der Gemeinden Hofstetten, Schwanden und Brienz.

Damit verschwanden auch Saum– und Pilgerwege. Ab der Dorfmitte von Hofstetten, beim Restaurant Alpenrose, gehen wir Richtung Schwanden.

Kurz vor dem Wald biegt der Weg links ab. Über Wiesen und, nach dem überqueren der Strasse, auf dem Mattenweg gelangen wir auf die Brienzer–Lauene.

Von der Lauene der erste Ausblick auf den Brienzersee, die umliegen– den Berge und das Dorf Kienholz / Brienz.

Die Bezeichnung „Lauene“ entstand im Jahr 1896: Durch eine riesige Schlammlawine wurde die Gegend verwüstet.  Ein alter Zeuge ist dieses Haus: Bis zum ersten Stock wurde es mit Schlamm zugeschüttet.

Richtung Axalp und Giessbach führt der historische Axalpweg.

Oberhalb Engi gelangen wir, über den Giessbachweg, zu den be–kannten Giessbachfällen. Ein einmaliges Schauspiel: Gewaltige Wassermassen stürzen über 14 Stufen in den Brienzersee.

Das im 19. Jahrhundert erbaute Hotel Giessbach ist ein Abstecher wert.

Man hat einen herrlichen Blick auf den See, die Berge gegenüber, sowie auf die Dörfer am rechten Seeufer.

Der Jakobsweg führt nun hinauf in den Weiler Isch. Die Aussicht ist mehr als nur ein kurzer Blick wert.

Im Weiler zeigt uns diese Tafel den Verlauf des weiteren Weges an.

Richtung Bönigen.

Hier ein Ausblick von unterwegs auf diesen Ort.

Ein Besuch des Dorfkerns mit den alten Gassen bietet viele malerische Fotomotive.

Die Strandpromenade von Bönigen.

Auf dem folgenden Uferweg geht es nun Richtung Interlaken

Bönigen

Nach kurzer Zeit treffen wir auf die Aare. Am linken Ufer dieses Flusses, parallel zur von Ringgenberg kommenden rechtsufrigen Route, wandern wir nach Interlaken. Bei der Beaurivagebrücke treffen beide Wegvarianten aufeinander.

Interlaken–Unterseen–Neuhaus–Sundlauenen–Beatushöhlen–Merligen–Gunten–Oberhofen–Hilterfingen–Thun–Scherzligen–Gwatt–Strättlighügel–Amsoldingen

Wir erreichen bei der Höhenmatte die einstige Klosteranlage Interlaken Der weitere Wegverlauf führt uns entlang den weltberühmten Hotelbauten aus der Entstehung des Tourismus im Berner Oerland

Interlaken

Am westlichen Ende von Interlaken gelangen wir nach Unterseen Nach der Kreuzung „Räuberecke“ verlassen wir Unterseen auf dem Trottoir in westlicher Richtung.

Unterseen

Bei einer Abzweigung biegen wir links in die Weissenaustrasse und wandern in gerader Linie auf dem Feldweg Richtung Thunersee – Weissenau Hier legten im Mittelalter die Schiffe des Thunersees in der geschützten Landestelle der Burg Weissenau  an.

Durch das Flachmoorgebiet gehen wir weiter dem See entlang zum Hafen Neuhaus. Ab 1678 bestand hier der einzige Durchgangsort für den Verkehr von und nach dem östlichen Oberland Das historische Gasthaus war ein beliebter Treffpunkt und Übernachtungsort. Hier beenden wir die zweite Etappe.

Vom Gasthaus Neuhaus wandern wir weiter über den Lombach, vorbei am Camping bis zur Manorfarm. Das historische Fachwerkhaus war im Mittelalter ein Weinlager des Klosters Interlaken. 

Hinter dem Haus beginnt ein Originalstück des Pilgerweges, der sich in einer Felsengalerie oberhalb des Thunersees bis zum Rast– und Badeplatz „Gelbenbrunnen“ entlangzieht.

Nach ca. 300 m auf dem Trottoir der Uferstrasse erreichen wir die Bucht von Sundlauenen mit ihrem südländisch anmutenden Charakter

Beatenberg

Der grossflächige Kiefernwald und das steinige Sundbachdelta  sind ein beliebtes Ausflugsziel und laden zum Verweilen ein.

Nach Durchqueren des Waldes kommen wir in den westlichen Dorfteil, wo sich früher ein Rebberg des Klosters Interlakens befand.

Bis zur Schiffsländte  sind es nur noch ein paar Schritte. Nach kurzem Aufstieg gelangen wir zur Thunerseestrasse, überqueren diese und stehen am Anfang der aus dem Fels gehauenen Lucktreppe.

Das ausgesetzte Wegstück in der Fluh wurde von Oskar Luck erweitert. Früher erweckte dieser felsige Jakobsweg unter den Pilgern Furcht und Grause.

Wir steigen hinauf Richtung Eingang Beatushöhlen. Kurz davor befinden sich die Ruinen der einstigen Pilgerherberge. Weiter oben stand früher eine Wallfahrtskirche mit Kreuzgang und Priesterwohnung.

Den Leuten von Beatenberg galt diese als Pfarrkirche. Nach der Reformation wurde die Wallfahrtskirche geschlossen. Heute sind nur noch Mauerreste und das Glöcklein vorhanden.

Die Legende des heiligen Beatus, der in der Höhle gelebt haben soll, führte im Mittelalter zu einer grossen Pilgertradition. Das Grab vor dem Eingang wurde zu einer beliebten Betstelle.

Ausführliche Information über das Pilgerzentrum Beatushöhlen

Sehr empfehlenswert ist der Abstecher hinauf zum Dorf Beatenberg (Kirche)

Die Beatushöhlen haben bis heute nichts von ihrer Attraktivität verloren, sei es wegen der Heiligenlegende, den weitläufigen Höhlen oder wegen der urwüchsigen Umgebung.

Wir verlassen nun den Pilgerort Beatushöhlen Richtung Merligen. Der weitere Weg führt uns über eine längere Distanz durch Waldgebiete. Wir umgehen einen grossen Steinbruch und erreichen den Widmannsplatz

Nach einer Rast bei dieser eindrucksvollen Aussichtskanzel bewegen wir uns wieder auf historischen Wegstücken bis zur Brücke der Beatenbergbahn.

Oberhalb des Thunersees wandern wir weiter auf dem oft begangenen Waldweg bis über die schöne Bucht von Merligen.

In alten Zeiten galt das hinter uns liegende Wegstück, durch die Felsgebiete, als abenteuerlich. Das Dorf Merligen empfängt uns mit seinen gepflegten Hausgärten und südländischem Ambiente.

Merligen

Von hier geht das Weg über Gunten, Oberhofen etc. nach Thun.

Die rechte Thunerseeroute von Merligen aus setzen wir bei der Dorfkirche fort, wo die mächtige Gestalt der Niesenpyramide das schöne Seepanorama prägt.

Im Dorfteil Usserdorf führt unser Weg ein kurzes Stück Richtung See hinunter und folgt dann rechts einem Fahrweg. Über Wiesengelände gelangen wir zum Schloss Ralligen.

Das romantische Schloss mit seinem exotischen Park ist ein beliebter Aufenthaltsort für internationale Feriengäste.

Es gehörte im Mittelalter zu den umfangreichen Besitztümern und Ländereien des Klosters Interlaken.

Nach kurzem Wegstück oberhalb des Seeufers erreichen wir am Ausgang einer Schlucht das Stampachhaus. Wir folgen einer alten Treppe rechts hinauf, zu einem Rebberg.

Auf dem anschliessenden historischen Höhenweg gelangen wir zur Verbindungsstrasse Gunten – Sigriswil. Ein Abstecher hinauf in das alte Dorf mit seiner schönen Kirchenanlagen lohnt sich.

Wir durchqueren ein sonniges Chaletquartier mit prächtiger Aussicht, in dem noch Spuren des historischen Sigriswiler Weges sichtbar sind 

Wir empfehlen einen Abstecher nach Heiligenschwendi

Sigriswil, Heiligenschwendi

Im weiteren Verlauf erreichen wir, durch einen Wald gehend, die romantische Guntenschlucht mit neuerbautem Rastplatz, umringt von hohen Nagelfluhwänden. Dem Lauf des Bergbaches folgend, gehen wir anschliessend hinunter nach Gunten.

Dieses Dorf erstreckt sich über ein grossflächiges Bachdelta, welches in den vergangenen Jahrtausenden in den Thunersee hinausgewachsen ist.

Gunten

Ab der Dorfmitte steigen wir den „Aeschlensstutz“ ein Stück hinauf und bewegen uns für ca. eine Stunde auf dem „Alten Oberländerweg“, der uns durch Laubwälder über Oertlibach nach Oberhofen  führt.

Die imposante Schlossanlage  mit ihrem exotischen Park haben den Ort Oberhofen weitherum bekannt gemacht. Im Museum gibt es historische Objekte der Beatuslegende und des Jakobus.

Wegen des milden Klimas und den schönen Gartenanlagen wird diese Uferregion auch „Riviera des Thunersees“ genannt.

Neben dem historischen „Heidenhaus“, welches früher als Weinkeller des Kloster Interlaken diente, gibt es viele andere Sehenswürdigkeiten.

Oberhohen

Von der Schiffländte gehen wir rechts durch eine Gasse hinauf zum Hotel „Moy“. Dahinter bewegen wir uns erneut auf dem historischen Oberländerweg oberhalb des Sees bis zur Kirche Hilterfingen.

Hilterfingen

Von der Kirche Hilterfingen  geniessen wir einen schönen Ausblick über die langezogene Seepromenade, bis hin zum Hüneggpark, Richtung Thun.

Das imposante Hüneggschloss  mit seinem Museum, erreichen wir am westlichen Ausgang des Dorfes über den Hüneggweg. Darunter, auf einer grossen Uferwiese, gibt es schöne Rastmöglichkeiten.

Nach Verlassen des Hüneggparks gehen wir kurze Zeit durch einen historischen Gassenweg. Danach wandern wir für einige hundert Meter entlang der Staatsstrasse bis ins Ortszentrum von Hünibach.

Hünibach

Dort biegen nach links ab und kommen hinunter an die Schiffländte. Hier beginnt der ca. zwei Kilometer lange Uferweg, der uns an der gegenüberliegendenKirche Scherzligen vorbei bis nach Thun hinein führt

Die mittelalterliche Stadt Thun betreten wir beim Hotel Freienhof (ehem. Sust). Dieses Haus bot früher den Reisenden Unterkunft, Schutz und „Freiheit“.

Ausführliche Informationen über die grossartigen Objekte der geschichts–trächtigen Stadt erfahren wir unter 

Stadt Thun

Nach eindrucksvollem Rundgang verlassen wir das historische Zentrum und wandern über den Bahnhof dem Aarekanal entlang. Auf der Seestrasse erreichen wir bald Scherzligen und den Schlosspark Schadau

Die Vorgängerkirche Scherzligens stammt, wie diejenige aus Spiez, aus dem achten Jahrhundert. Im Kirchenschiff befinden sich grossflächige Wandmalereien aus dem 13. Jahrhundert.

Von der Scherzligen Kirche sind es nur ein paar Schritte in das prachtvoll angelegte Schlossareal Schadau. Hier bieten sich schöne Rastmöglichkeiten und die Gelegenheit zum Besuch einer Ausstellung imSchloss.

Vom Park verläuft der Weg weiter der alten Seestrasse entlang über die Schiffswerft zum Strandbad. Hier erreichen wir wieder das Seeufer und kommen zu einem Yachthafen. Danach beginnt der neu angelegte Uferweg durch das Gwatt.

Von schönen Holzstegen aus reicht der Ausblick weit bis in die Jungfrauregion. Vorbei an einem Riedgebiet geht es in den Park „Bonstettenguet“. Ganz in der Nähe steht die historische Bettlereiche.

Wir verlassen Gwatt nach rechts und treffen an der Frutigenstrasse auf das alte Landgasthaus Lamm. In südlicher Richtung geht es nun hinauf zum Strättlighügel, wo wir uns wieder der Hauptroute Spiez–Amsoldingen anschliessen.

Über einen Steg erreichen wir den Strättlighügel, die mächtige Moräne des ehemaligen, Aaregletschers. Auf ihm verläuft der „Burgunderweg“.Im Wald steht die Strättligruine, die einstige Stammburg des Burgunderkönigs Rudolf.

Er war der legendäre Erbauer der berühmten 12 Thunerseekirchen und hat im Mittelalter diese Region mit seinem Einfluss wesentlich geprägt.

Am Burgunderweg treffen wir auf die Nebenroute, die von Thun herführt. Wir wandern nun links hinunter, unter der Autobahn hindurch in das bewaldeteGlütschbachtal, vorbei an der ehemaligen Mühle „Alti Schlifi“.

Wir durchqueren das Tal und wandern auf den gegenüberliegenden Bergrücken hinauf nach Zwieselberg. Der folgende Höhenweg führt nach Westen, durch schöne Obstbaumwiesen und Wälder.

Im Glütschbachtal verlief ursprünglich der Flusslauf der Kander. Nach der Umleitung durch den Stättlighügel, entstand hier auf den grossflächigen Kiesbänken eine idyllische Auwaldlandschaft

Über die Weiler Waldmatt und Rüdli gelangen wir in das Dorf Amsoldingen, mit seiner berühmten romanischen Kirche.

Ausführliche Informationen über die Geschichte des bekannten Wallfahrtsortes: Amsoldingen

Der Jakobsweg verlässt nun die Thunerseeregion und führt uns weiter Richtung Gürbetal und in das Schwarzenburgerland

Amsoldingen–Blumenstein–Riggisberg –Rüeggisberg–Schwarzenburg

Diese Teilstrecke beginnt hinter dem Amsoldinger Schloss und verläuft zwischen dem Amsoldinger– und Übeschisee hindurch. Anschliessend geht es hinauf Richtung Höfen, wo wir an mehreren Bauernhofsiedlungen vorbeiwandern

Uebeschi

Nach dem „Hubel“ benutzen wir für ein kurzes Stück die Strasse nach Oberstocken, biegen aber bald nach rechts ab, und folgen dem Waldweg Richtung Pohlern.

Danach geht es wieder leicht abwärts in ein offenes Wiesengebiet mit markanten Moränenbuckeln aus der Eiszeit. Vom östlichen Dorfende Pohlerns sind es nur ein paar Schritte bis zur historischen Säumertaverne Landhaus Rohrmoos.

Nach einer stilvollen Rast in dem originalgetreu restaurierten Haus wandern wir in Richtung Westen auf dem Stockentaler Hausweg weiter und gelangen über mehrere Bauernhofweiler unterhalb der Stockhornkette nach Blumenstein.

Blumenstein

Die malerische Kirchenanlage Blumensteins liegt oberhalb des Dorfes an einem Wildbach. Die aussergewöhnlich strukturierte Felswand über der Kirche ist wohl der Namensgeber für diese und den gleichnamigen Ort.

Das eigentliche Dorfzentrum liegt viel weiter unten am Anfang des Gürbetales, das nach ca. 20 Minuten auf dem Wanderweg erreichbar ist. Wir verlassen Blumenstein entlang des Fallbaches und wandern bis nach Mettlen.

Hier überqueren wir die Gürbe und folgen ihr im Talgrund bis in das Dorf Wattenwil. Unterwegs gibt es immer wieder stilvolle Bauernhäuser zu bewundern.

Forst, Längenbühl

In Wattenwil gehen wir die Dorfstrasse links hinauf und erreichen die neben dem alten Schulhaus stehende Kirche.

Wattenwil

Dahinter führt der Weg oberhalb der Strasse nach Burgistein in Serpentinen einen Hang hinauf. Gegenüber von einer Bergkuppe, blickt das Schloss Burgistein zu uns herüber

Burgistein

Nach Burgistein, im Dorfteil „Bim Weier“, erreichen wir den höchsten Punkt und wandern weiter durch ebenes Wiesengelände vorbei an mehreren Bauernhofsiedlungen nach Riggisberg

Riggisberg

Oberhalb des Ortszentrums mit seinem schönen Schlosspark steht in aussichtsreicher Lage die Kirche Riggisberg. Ganz in der Nähe lohnt sich ein Besuch der bekannten Abeggstiftung, die ein internationales Textilmuseum beherbergt.

Oberhalb der Kirche setzen wir unseren Weg fort und folgen in westlicher Richtung einer Hügelkette mit prächtiger Aussicht auf das Schwarzenburgerland und die Berner Alpen.

Von Riggisberg herkommend erreichen wir Rüeggisberg mit seiner berühmten Klosterruine Die einst bedeutende Anlage des ehemaligen Cluniazenserpriorats war früher ein wichtiger Zufluchtsort für Pilger

Die Geschichte des Klosters aus dem Jahre 1072 wird mit einer kleinen Ausstellung im Museum neben dem Pfarrhaus dokumentiert.

Im Dorfzentrum Rüeggisbergs steht oberhalb der Klosteranlage, umgeben von einem Friedhof, die Martinskirche

Rüeggisberg

Wir starten bei der Martinskirche in Rüeggisberg. Für die Fortsetzung des Weges ins Tal hinunter nehmen wir den Alten Klosterweg.

Auf der rechten Hangseite geht es über Helgisried und Rohrbach stetig weiter abwärts Richtung Schwarzwasser. Bei Wislisau, wo sich der wilde Fluss tief in den Sandstein eingegraben hat, führt unser Weg steil hinauf durch einen Wald.

Bei Henzischwand kommen wir auf eine landwirtschaftlich geprägte Hochebene mit vielen Bauernhöfen und einer Rundumsicht, die bis zu der Bergkette des Juras reicht.

Im weiteren Verlauf passieren wir auf Feldwegen die Weiler Tännlenen und Schönentannen und gelangen hinunter nach Schwarzenburg, dem Zentrum der landschaftlich eindrucksvollen Sense–Region

Schwarzenburg, Mamishaus, Rüeschegg–Heubach

Beim Bahnhof Schwarzenburg führt uns der Weg zunächst die Hauptstrasse entlang Richtung Bern. Am Dorfausgang zweigt der Weg dann links ab und wir gelangen durch offenes Gelände zum Weiler Wart.

Von einem Hügel im Osten blickt die Wallfahrtskirche Wahlern zu uns herüber. Sie gehört zu den berühmten Sehenswürdigkeiten von Schwarzenburg.

Schwarzenburg–Sensegraben–St. Antoni–Tafers–Uebewil–Fribourg

Nach dem Start in Schwarzenburg gehen wir hinunter zum Torenbach und Richtung Sensegraben.

Hier besteht eines der historisch interessantesten Wegstücke, ein aus dem Felsen gehauener Weg mit schöner Pflästerung.

Auf einem Felsbuckel erkennen wir noch die alten Trittlöcher, die früher die Fuhrleute benutzten, um die enge Stelle zu umgehen. Etwas weiter unten erreichen wir die Torenöli, wo einst eine Ölmühle stand

Bald danach überqueren wir nochmals den Torenbach und kommen in den Sensegraben. Rechts sehen wir senseabwärts, auf einem steilen Felsvorsprung, die alte Festung Grasburg

Das beliebte Naturschutzgebiet mit seiner Auenlandschaft hat einen wildromantischen Charakter. Flussaufwärts führt unser Weg weiter zur Sodbachbrücke aus dem Jahre 1867

Hier überschreiten wir die Kantonsgrenze und betreten das Freiburgerland. Nach etwa 250 m am Sodbach entlang überqueren wir die Kantonsstrasse und kommen im Aufstieg wieder auf das historische Wegtrassee mit gut erhaltener Pflästerung

Der aufwärtsführende Hohlweg ist mit einer historischen Pflästerung in selten schöner Art ausgestattet. Die Bedeutung der Unterteilung in Längsstreifen ist noch unklar. Auf den Sandsteinwänden sind verschiedene alte Inschriften zu erkennen

Nach dem steilen Aufstieg erreichen wir bald das Dorf Heitenried, das wir am unteren Rand durchqueren. Unterhalb des Schlosses steht die neugotische Michaelskirche aus dem Jahre 1905

Heitenried

Hier existierte bereits im 8./9. Jahrhundert ein Gotteshaus. Es folgt ein sanfter Abstieg durch einen von Hecken und Büschen gesäumten Hohlweg, der von älteren Leuten heute noch „Stadtgassa“ genannt wird

Dieser ursprüngliche Weg nach Freiburg führt am Berghang gegenüber durch ein Wäldchen wieder hinauf zur Kapelle Winterlingen, die der heiligen Apollonia geweiht ist

Auf dem folgenden Höhenweg kommen wir über die Weiler Schleif und Cheer nach St. Antoni.  Unterwegs treffen wir immer wieder auf Wegkreuzstationen. Am Dorfeingang steht links oben die 1866 erbaute erste reformierte Kirche des Sensebezirks

Am Westende des Dorfes erreichen wir die katholische Kirche aus dem Jahre 1894, deren Patron dem Ort den Namen gegeben hat. An der Ostseite der heutigen Kirche wurde die aus dem 15. Jahrhundert stammende Antoniuskapelle geschickt integriert

St.Antoni

Die historische Route geht gleich nach der Antoniuskirche hinunter, durch in Sandstein gehauene Hohlwege nach Wissenbach. In den engen Passagen erkennen wir eingelassene Schlitze, die früher vermutlich zur Verbarrikadierung des Weges dienten

In Wissenbach standen einst eine Säge und eine Mühle, deren Spuren heute noch sichtbar sind. Wir setzten unseren Weg bachabwärts fort und erreichen an der Kantonsstrasse die Sebastianskapelle Wissenbach

Wir überqueren diese stark befahrene Strasse und folgen dem Fluss Taverna. Die ehemalige historische Route beim „Steinigen Weg“ soll zukünftig wieder ausgebaut werden

Vorläufig noch führt der Jakobsweg über Schlund nach Rohr, wo einige sehenswerte Speicher und die 1842 geweihte Heiligkreuzkapelle stehen

Auf dem Trottoir, vorbei an einem herrschaftlichen Bauernhaus, gelangen wir dann in den Bezirkshauptort Tafers. Hier empfängt uns ein Ortskern mit bedeutenden religiösen und weltlichen Gebäuden

Tafers

Ab Tafers bestehen grundsätzlich zwei Varianten um in die Stadt Freiburg zu gelangen: Variante: Südwestlich via Ameismühle und Galterengraben

Der historische Wegverlauf nach Freiburg führte ursprünglich auf dem Trassee der heutigen Kantonsstrasse bis nach Heitera. In nördlicher Richtung über Lamprat nach Menziswil

Hier passieren wir die malerisch unter Bäumen am Hang stehende Marienkapelle, die am Ende des 18. Jahrhunderts erbaut wurde

Danach treffen wir in westlicher Richtung auf eine schöne Allee, die von Eschen und Eichen dominiert wird und uns am Herrensitz Hinterbruch entlangführt

Auf dem grossflächigen, parkähnlichen Gelände befindet sich die 1519 erbaute St. Jostkapelle. in der eine Marienstatue steht

Durch eine abwechslungsreiche Hecken– und Baumlandschaft gehen wir weiter und erreichen kurz vor Freiburg das auf der Höhe gelegene Dorf Uebewil.. Zunächst widmen wir uns der 1789 erbauten Kapelle Unserer lieben Frau

Sie steht anstelle einer 1560 erwähnten Jakobskapelle. Gleich daneben befindet sich ein altes Patrizierhaus aus dem 17. Jahrhundert. Im Park dahinter blickt das 1765 erbaute Schloss mit seiner Südfassade hinunter nach Freiburg

Vor den ersten Häusern von Freiburg steht am Weg hinunter in die Altstadt ein schönes altes Grenzkreuz aus dem Jahre 1560. Wir verlassen nun den Sensebezirk und kommen auf das Stadtgebiet

Etwas weiter unten begrüsst uns an einer Strassenkreuzung, mitten im Verkehr, die früher ausserhalb der Stadt gelegenen Bartholomäuskapelle von 1472/73. Danach geht es abwärts Richtung „Roter Turm“

An diesem schönen Aussichtspunkt auf Freiburg beginnt ein kunsthistorisch interessanter Rundweg, über den die Jakobspilger in früheren Zeiten die Altstadt mit ihren vielen Kirchen und Klöstern betreten haben

Freiburg – Jakobswege in der Stadt

Der „Chemin de St. Jacques“ ist mit einem ist mit einem gelben Muschelsignet auf blauem Untergrund beschildert. Über einen mittelalterlichen Wehrgang gehen wir hinunter durchs Berntor in die Unterstadt an der Saane

An der historischen Pilgerherberge „Zum Engel“ vorbei überschreiten wir die alte Bernbrücke und gelangen durch mittelalterliche Gassen zum kleinen St. Johannsplatz

Über den weiteren Wegverlauf durch die einzigartige Altstadt, mit ihren vielfältigen Sehenswürdigkeiten, erfahren wir mehr, in den weiterführenden Wegbeschreibungen, der Stadt Freiburg

Der Jakobsweg durchquert in seiner Fortsetzung das Waadtland über Romont, Lausanne bis Genf, wo er nach Frankreich weiterführt. Unsere Wegbeschreibungen führen Sie nun durch die Stadt Freiburg und weiter bis nach Romont.

Von Tafers kommend, nähern wir uns der Stadt Freiburg, wo wir die Sankt–Bartholomäus–Kapelle auf dem Schönberg als eigentlichen Ausgangspunkt unserer Pilgerreise durch die Stadt Freiburg nehmen. Die Kapelle wurde 1472–1473 erbaut

Von hier an, kennzeichnen Weg–weiser in Form einer stylisierten Jakobsmuschel, das Zeichen des ersten europäischen Kulturweges, die früher durch die Jakobspilger verfolgte Strecke.

Wir erreichen den Roten Turm durch die Sankt–Barthélemy–Strasse, die Joseph–Chaley–Strasse und den Weg des Roten Turms. Er ist Teil der ab 1250 erstellten Schutzmauern Etwas versetzt steht der Katzenturm, der gegen 1360 an einem Ort errichtet wurde, wo die Schutzmauern schwer zu verteidigen waren Wir folgen dem Weg über die Treppe der Stadtmauer entlang. Sie endet beim zwischen 1270 und 1290 erbauten Berner Turmtor.

Einige Schritte nach dem Berntor erreicht man den Gasthof „Zum Engel“ der Pilger beherbergte.

Dieser, vom Erzengel Raphael beschützten Gasthof, steht in unmittelbarer Nähe zur Bernbrücke, dem obligatorischen Durchgang aller von Osten kommenden Pilger und Reisenden

Am Ende der Bernbrücke stehen wir auf dem Jean–François–Reyff–Platz und gehen dann weiter auf den Klein–Sankt–Johann–Platz, so benannt nach dem Johanniter–Ritterorden von Jerusalem

Vom Place du Petit Saint–Jean steigen wir die Samariteringasse zur Nr. 6 hoch, wo das ehemalige Jakobsspital stand, heute durch ein Sandsteinrelief des Schutzpatrons angezeigt. Es war für die armen, mittellosen Pilger bestimmt

Die begüterten Pilger stiegen im benachbarten Gasthof der Drei Könige ab.

Nicht weit davon öffnete das Augustinerkloster und die Augustinerkirche ebenfalls den Marschierern Gottes ihre Pforten

Der Reichengasse, ehemaliger Marktplatz, folgend erreichen wir die Hochzeitergasse und stehen vor der Sankt–Niklaus–Kirche, der heutigen Kathedrale St. Niklaus.

Weiter westwärts, zwischen dem Museum und der Steinbrückengasse, lädt uns die Franziskanerkirche ein, unter ihren Schätzen die Präsenz des heiligen Jakobus zu entdecken

In der gleichen Flucht liegt die Liebfrauenkirche, die älteste Kirche Freiburgs. Sie diente als Kapelle zum Spital des gleichen Namens, bevor dieses gegen Ende des 17. Jahrhundert nach Aux Places versetzt und dann Bürgerspital genannt wurde

Ebenfalls an der Steinbrückengasse steht das Haus Nr. 14, wo früher eine Holzstatue eines Jakobspilgers zu sehen war. Letzterer zeigte auf das gegenüberliegende Hospiz und lud damit zur Ruhe ein

Auf halber Höhe der Stadt erhoben sich an verschiedenen Orten zu verschiedenen Zeiten das ehemalige Schloss der Herzöge von Zähringen und später das Rathaus, dessen Turm mit einer monumentalen Uhr mit Schlagglocken versehen ist

Die Lausannergasse erlaubte dem Pilger in einer weiteren Etappe das Tor des Stundenschlägers zu erreichen. Das einst populärste Tor zwischen dem Restaurant „Le Plaza“ und dem Ursulinenkloster wurde 1853 abgerissen

In der Nähe des früheren Turms des Stundenschlägers befindet sich nun der Bischofssitz des Bistums von Lausanne, Genf und Freiburg. Er wurde von 1842–1845 erbaut

Beim Georges–Python–Platz, dem ehemals Platz Saint–Pierre, war die ansteigende Strasse durch das Payerne–Tor abgeschlossen, das die Pilger in die Broye–Region entliess

Die Mehrheit der Pilger jedoch benutzte wie wir heute, die Romontgasse und das Romont–Tor, welches 1856 abgerissen wurde. Davon zeugen heute noch die Grundmauern, welche im Untergeschoss des Warenhauses „La Placette“ ruhen

Die Romontgasse verlängert sich heute bis zum Bahnhof, dessen neues Gebäude 1929 eingeweiht wurde. In dieser Gegend stand die Festung St.Jakob mit der gleichnamigen Kapelle, die aber völlig spurlos verschwunden ist

Wir verlassen Freiburg bei der Place des Charmettes Richtung Planafaye und überqueren die Glâne auf der Sankt–Appolline–Brücke, welche seit 1243 bezeugt ist

Die am Kopf stehende, gleichnamige Kapelle Sankt–Appolline wurde erstmals 1147 erwähnt und 1566 neu errichtet

Freiburg/Fribourg

Freiburg–Posat–Romont

Wir wählen die Wegstrecke über die Zisterzienserabtei Hauterive um nach Ecuvillens zu gelangen. Dazu durchqueren wir das Bois de Monterban und das Areal des Institut agricole von Grangeneuve

Die Jakobsausschilderung nach Hauterive ist zusätzlich mit „Sentier culturel européen“ markiert. Die Zisterzienserabtei wurde 1138 von Guillaume de Glâne gestiftet, sein Grab befindet sich in der linken Wand des Chores. Ritter von Glâne starb 1143

Auf seine Bitte hin sandte die Zisterzienserabtei Cherlieu in Burgund Abt Gerhard mit 12 Mönchen und einigen Brüdern hierher. Der Stifter selbst trat als Konversbruder ins Kloster ein

Alle Kirchen der Zisterzienserordens, auch diese hier, sind der Gottesmutter geweiht; das Patronatsfest ist Mariä Himmelfahrt, 15. August

Die heutigen klösterlichen Gebäude gehen ins 18. Jahrhundert zurück. Das Kloster wurde 1848 als Abtei aufgehoben und 1939 neu besiedelt

Am 30. Oktober 1973 wurde das Zisterzienserkloster Hauterive wieder vollrechtlich zur Abtei erhoben

Die Kirche wurde zwischen 1150 und 1160 erbaut. Es war die Zeit des Übergangs vom romanischen zum gotischen Stil; das Gewölbe ist leicht gebrochen

Von der Abtei gelangen wir westwärts nach Posieux. Die Chapelle du Sacré–Coeur in Posieux ist mit ihrer monumentalen Statue aus Carrare Marmor „Sacré–Coeur de Jesus“ geweiht

Posieux

Nach Ecuvillens und seiner Kirche halten wir uns in südlicher Richtung, am Flugplatz vorbei, und queren den Bois à L’Abbé Richtung Posat

Über das Champ–de–la–Croix kommen wir nach Posat, dem Ort des um 1140 erbauten Prämonstratenserklosters, wo 1362 noch 58 Nonnen lebten und eine gewisse Emma den Titel einer Priorin trug.

Es wurde 1580 aufgelöst, ein Jahr nach der Auflösung der Abtei von Marsens (1579). Die Herberge „Restaurant de la Croix–d’or“ steht heute auf den klösterlichen Grundmauern

Die Kapelle von Posat stammt ursprünglich aus der Gründerzeit des Prämonstratenserklosters, wurde abgetragen, und 1675 wiedererbaut und geweiht

Posat

Sie wurde dank dem Quellwasser des Ortes der ihr eigenen wunderbaren Heilkraft zu einem stark besuchten Wallfahrtsort.

Nach Restaurierung ab Oktober2003 wieder offen!

Die Kapelle beherbergte von 1145 bis 1159 die Schwestern von St.–Norbert

Die beherzte Madame de Praroman erbarmte sich ob dem Zerfall der Kapelle, nachdem die Jesuiten von Freiburg die Kapelle baulich nicht unterhielten

Die Kapelle von Posat wurde in der Folge durch Vicaire–général Dumont am 2. Juli 1676 geweiht

Wir überqueren die Glâne, überwinden die Schlucht durch den Bois des Grands–Champs und gelangen nach La Crétause

In westlicher Richtung liegt Autigny. Wir halten bei der Kirche , welche uns zum besinnlichen Verweilen einlädt

Autigny

Parallel zur Glâne ziehen wir weiter westlich und kommen nach Chavannes–sous–Orsonnens. Hier steht die hochbarocke Kapelle aus dem 16. Jahrhundert mit Jakobus als Pilger und Apostel zusammen mit Christophorus

Orsonnens

Die besonders schönen Wand– malereien zeigen u.a. Jakobus den Jüngeren. Unser nächstes Ziel ist Les Chavannes–sous–Romont. Die etwa sechs Kilometer beschreiten wir auf einer angenehmen, kleinen Strasse, immer mit dem Hügel von Berlens im Hintergrund

Etwas abseits des Weges befindet sich Berlens mit der Kapelle „Notre Dame de l’Epine. Berühmt für die Heilung von Augenkrankheiten, heute noch ein bedeutender Wall– fahrtsort. Kurz vor Chavannes erreichen wir die Abtei Fille–Dieu, gegründet im Jahre 1268 und ist ein wichtiger Ort geistlicher Besinnung

Die Gemeinschaft der Fille–Dieu lebt nach den alten strengen Regeln des Heiligen Benedikts und nach den Zisterzienserordenskonstitutionen der strengen Observanz, auch Trappisten genannt Die Kirche der Abtei Fille–Dieu wurde 1346 geweiht

Die Abteikirche wurde 1991 bis 1996 in einer wichtigen Restauration wiederhergestellt. Besonders bemerkenswert sind die Glasmalereien des englischen Künstlers Brian Clarke

Mit dem Betreten des im 13. Jh. gegründeten Städtchens Romont beenden wir die erste Etappe unserer Pilgerreise in die Romandie und sind dem Sternenfeld über dem Graben des Apostels Sankt Jakobus des Älteren und Gründer der Kirche Spaniens auch geographisch fühlbar näher gerückt

Die Burganlage von Romont wurde von Peter dem Zweiten von Savoyen 1239 gegründet. Die mittelalterliche Marktstadt Romont beeindruckt durch ihre Burgtürme, Befestigungswälle und alte Brunnen Als Zentrum der Glasmalereien in der Schweiz, beherbergt Romont im grossartigen Rahmen das Schweizerische Museum für Glasmalerei in der savoyischen Burg. Empfehlenswert ist der Rundweg der Glasmalereien, welcher uns rund um Romont in circa vier Stunden an fünf verschiedene Orte führt

Romont

Die Stiftskirche Maria Himmelfahrt wurde 1244 bewilligt und 1296 geweiht. Sie ist eine der schönsten gotischen Kirchen des Landes mit ihren Fenstern, Glasmalereien, Statuen, dem Chorstuhl mit einer Jakobsdarstellung, Altarblatt und Chorgitter

Seit 1997 erinnert die Jakobusstatue am Jakobusplatz an die ehemalige Herberge „Hotel du Saint–Jacques“. Der aus dem 15. Jh. übernommene Brauch der „Klageweiber von Romont“ erinnert am Karfreitag in einer Prozession an die Leiden Christi.

Die weiteren Etappen in die Romandie führen von Romont nach Moudon, mit einem Abstecher nach Lucens und von Moudon über Montpreveyres nach Lausanne.

Romont–Curtilles–Moudon

Wir verlassen Romont nach Südwesten und steigen über den Weiler Hennens auf eine Hügel– kette. Von dort haben wir eine wunderbare Rundsicht. In einem Blick zurück sehen wir Romont mit den Freiburger Alpen im Hintergrund.

Vor uns ist Lucens mit dem Schloss zu sehen.

Beim Abstieg in Richtung Lovatens verlassen wir den Kanton Freiburg (Fribourg) und kommen in den Kanton Waadt (Vaud). Nach diesem Ort führt der Weg dem Wald entlang an das rechte Ufer der Broye nach Curtilles.

Der kleine Ort ist vor allem wegen der im 11. Jahrhundert gegründeten Pfarrkirche von Interesse, die im 16. und nochmals im 19. Jahrhundert gründlich restauriert wurde.

Über Wiesen und Felder gelangen wir zurück an die Broye, wo wir dieser entlang, auf einem schönen Feld– weg, nach Moudon wandern.

Die Altstadt, mit vielen historischen Gebäuden, befindet sich auf der linken Seite des Flusses.

Das Bild der Unterstadt wird durch die frühgotische Pfarrkirche St. Etienne aus dem 13. Jahrhundert ge– prägt.

Moudon–Montpreveyers–Lausanne

Von Moudon geht es entlang der Broye nach Bressonaz, wo wir zunächst diese und anschliessend über eine alte Brücke, die Carrouge überqueren.

Von hier aus führt der Weg, vorbei an Syens, auf einem Höhenrücken durch eine, von kleineren Wäldern aufgelockerte Wiesen– und Weidenlandschaft, nach Vucherens.

Die kleine Kapelle des Flecks stammt aus dem 16. Jahrhundert. Nach Osten sind, bei klarer Sicht, die Freiburgeralpen zu sehen. Von Vucherens aus geht es weiter über befestigte Feldwege Richtung Süden.

Vor uns sehen wir die Wälder des Jorat, die für die Pilger früher nicht ganz ungefährlich waren, weil ihnen in dem unübersichtlichen Waldgebiet häufig Räuber auflauerten.

Im Süden kann man bei klarer Sicht die Dents du Midi sehen, eine mehr als 3000m hohe Gebirgskette, die schon weit hinter dem Genfersee liegt. Über Ussières, einem kleinen, nur aus wenigen Häusern bestehenden Weiler, führt der Weg weiter nach Westen.

Zuerst geht es über Felder, später durch dichten Wald.

Dort, nach einer Abzweigung nach rechts, führen steile Treppen den Hang hinunter zu einem kleinen Flüsschen. Über eine kleine Brücke erreicht man die andere Seite, welche fast gleich steil den Berg hinauf führt.

Oben erreichen wir die ehemalige Pilgerraststätte La Cure mit der auf 1438 zurückführenden Kapelle.

Ab hier führt ein ein guter Weg nach Montpreveyres. Nach dem Hôtel des Balances biegen wir links ab.

Durch den Bois du grand Jorat, einem schönen, alten Mischwald, gelangen wir, vorbei an der Zufahrt zur ehemaligen Pilgerstation St. Catherine du Jorat, über Chalet à Gobet, in die Vororte von Lausanne.

Hier ein Ausblick auf Epalinges, ein Vorort von Lausanne.

Dort führt der Weg zur malerischen, auf einem Hügel thronenden, Kapelle St. Laurent. Von hier haben wir einen wunder– baren Blick auf den Genfer See (Lac Léman) und die dahinterliegenden Berge. Von hier ist es nur noch eine kurze Strecke bis zum Ziel dieser Etappe: Die Kathedrale im Zentrum von Lausanne.

Lausanne

Sehenswert ist auch der Sitz der Kantonsregierung im Chateau St. Marie, das Anfangs des 15. Jh. er– baut wurde.

Stadtregierung und Parlament sitzen im Hôtel de Ville (Rathaus), einem eindrucksvollen Renaissancebau aus dem 17. Jahrhundert. 

Mittelpunkt der Stadt mit zahlreichen Geschäfts– und Bankhäusern ist der Place St–François. Den Platz be– herrscht die gleichnamige gotische Kirche, die der Rest eines, im Mittel– alter bedeutenden Franziskaner– kloster ist.

Lausanne

Lausanne–Morges–Allaman

Die letzte Etappe des Jakobsweg in der Schweiz, von Lausanne bis nach Genf (Genève), verläuft entlang des Genfersees in einer landschaftlich reizvollen Lage. 

Geprägt ist diese Region, die als La Côte bezeichnet wird, von kleinen Dörfern und Städtchen mit zahl– reichen historischen Schlössern welche in Weinberge eingebettet sind.

Die Strecke zwischen Lausanne und Genf wurde von wohlhabenden Reisenden vielfach mit dem Schiff zurückgelegt. Dies steht natürlich auch den modernen Pilgern frei.

Wir entscheiden uns für den Fuss– weg und verlassen Lausanne über die historische Treppe „Escalier du Marché“.

Den stilisierten blauen Schildern folgend, meist bergabwärts, erreichen wir die römischen Ruinen und den See.

Zunächst führt uns der Weg über den Lausanner Vorort St. Sulpice. Hier steht am Wasser das ehemalige Cluniazenserprioriat aus dem 11. Jh., das als Kloster im 15 Jahrhundert wieder aufgebaut wurde.

Wir wandern weiter durch Pärke und Alleen,

dem gepflegten Seeufer folgend, nach Vidy und Richtung Morges.

Die Altstadt von Morges, mit ihren prächtigen Bürgerhäusern aus dem 18. Jahrhundert, bietet einen malerischen Anblick.

Die 1268 von Louis von Savoyen er– baute Burg, die früher Sitz der Berner Landvögte war, beherbergt heute das Waadtländische Militärmuseum und das Schweizer Zinnfigurenmuseum.

Morges

Am Westende von Morges erreichen wir La Caroline. Die Route führt vom Ufer weg ins Landesinnere bis zu den Bahngeleisen, welchen wir folgen, um bei der Glasfabrik wieder Richtung See, hinunter nach St. Prex zu gelangen.

Der kleine Ort liegt landschaftlich schön auf einer in den Süden ragenden Landzunge. 

Sehenswert ist, neben dem Schloss und dem Gesamtbild des Ortes, vor allem das Stadttor welches in dieser Form für den Kanton Waadt einzig– artig ist.

St. Prex

Dominierend ist der kleine Hügel, auf welchem die Kirche steht. Der Ort hiess zur Zeit der ersten Bezeugung der Marienkirche im Jahre 652 „Basuges“, was von Basilica (Kirche) abgeleitet sein soll.

Von hier aus geht’s , auf der asphaltierten Uferstrasse, über Buchillon, wo man nach der kleinen Kirche nach rechts abbiegt, um nach ca. 300m linker– hand die Grand Bois zu durchqueren.

Nach Überquerung der Aubonne, einem reizenden Bach, erreichen wir auch schon bald den kleinen Ort Allaman, mit seinem in den Weinbergen liegenden Schloss. 

Das im 14. Jahrhundert errichtete Schloss unterscheidet sich von den anderen Burgen der Umgebung, weil es nicht als Wehrburg, sondern als nicht der Verteidigung dienender Herrschaftssitz, angelegt wurde.

Auf der Teilstrecke Lausanne – Coppet – Genf ging der historische Pilgerweg meist verloren, da dieser im 18. Jh. zum grössten Teil verbes– sert und verbreitert wurde und der „Route Suisse“ weichen musste. Allerdings finden wir in den meisten Ortschaften recht gut erhaltene Teilstrecken.

Allaman–Bursinel–Prangins–Nyon–Céligny

Durch Rebberge geht es weiter Richtung Perroy.

Ein reizvolles Dorf mit der schönen Kirche St. Marie und dem Weingut Chateau de Perroy.

Dem Weg folgend treffen wir auf Rolle. Der Ort ist vor allem wegen dem aus der 2. Hälfte des 13. Jh. stammenden, von Savoyern erbauten, Chateau de Rolle bekannt.

Die Grafen von Savoyen waren es auch, welche die Stadt Rolle grün– deten.

Rolle

Auf der Grande Rue verlassen wir Rolle.

Der nächste Punkt ist das kleine Dorf Bursinel.

Das Chateau de Bursinel stammt aus der Mitte des 12. Jahrhundert.

Der nach Süden abzweigende Weg führt uns nach Gland. Auf der Haupt– strasse, später über eine wenig befahrene Strasse und einen Fussweg gelangen wir in das Zentrum von Prangins.

Kirche von Prangins

Der Ort wurde durch das aus dem 18. Jh. stammenden Chateau de Prangins bekannt.

Von Prangins erreichen wir Nyon üb– er den Fahrweg nach Trembley in nicht mehr als 30 Min.

Das Stadtbild wird vom Schloss beherrscht.

Schon in vorrömischen Zeiten exist– ierte hier eine Siedlung, die sich Noviodunum nannte. Nach dem Sieg Julius Cäsars über die Helvetier ist hier die römische Garnisonstadt Colonia Julia Equestris gegründet worden.

Ab dem 11. Jahrhundert erfolgte ein allmählicher Wiederaufbau und die Stadt wuchs zu ihrer heutigen Blüte heran.

Stadttor von Nyon

Sehenswert ist auch die kleine, aus dem 12. Jh. stammende, Kirche Notre–Dame.

Nyon

Vom Bahnhof Nyon führt uns der Jakobsweg direkt, nach der Geleiseüber– führung, auf einer Fahrstrasse Richtung Südwesten. Wir gelangen zur Brücke des Baches Boiron und erreichen den Bois Bugy.

Nach dem Durchschreiten des Waldes erhalten wir einen wunderschönen Weitblick auf den See.

Einer Abzweigung nach links folgend gelangen wir nach Crans.

Am Schloss vorbei führt der Weg auf der Hauptstrasse in Richtung Céligny.

Céligny ist eine zum Kanton Genf gehörende Enklave.

Das oberhalb dem See liegende Dörfchen mit seinem kleinen, sehenswerten Kirchlein und ein paar gemütlichen Gasthäusern, hinterlässt einen sehr romantischen Eindruck.

Wer dem Genfersee entlang pilgert, trifft regelmässig auf herrschaftliche Zeugnisse am Weg, wie bewehrte Burgen und Schlösser, deren ursprüng– lich dazugehörenden Rebberge und Weinkeller, was für sich selbst spricht.

Céligny–Founex–Commugny–Coppet–Genf

Am Dorfrand führt der Weg nach links, wo wir bald auf einen Naturweg gelangen, der zum Fusspfad wird und nach dem letzten Haus, über einige Treppen hinab, zu einer kleinen Bachbrücke führt. Auf der anderen Seite des Baches erreichen wir das Château de Bossey.

Weiter geht’s beim Turm links, zuerst durch eine Eichenallee, dann durch Weinberge, mit einer grandiosen Ausssicht auf den Genfersee und die dahinterliegenden Berge, in das stattliche Dorf Founex.

Dorfkern Founex

Von Founex wandern wir der Hauptstrasse entlang bis Commugny. Die Gemeinde bietet sich als gute Übernachtungsstation vor Genf an.

Commugny

Die ehemalige St. Christophorus–kirche von Commugny ist 1026 als Besitz der Abtei St.–Maurice nachge– wiesen.

Aus Commugny geht das Jakobsweg in Richtung Tannay und Mies wo wir auch die Kantonsgrenze erreichen. Der französische Einfluss wird von hier an zu– sehens stärker, bis zum Punkt, wo man oft tatsächlich das Gefühl hat, in Frankreich zu sein.

Kurz hinter der Kantonsgrenze er– reichen wir Versoix.

Weiter geht es über Genthod, mit seinem gleichnamigen Schloss nach Chambésy und Pregny in die Vororte von Genf (Genève).

Das Wahrzeichen von Genf: Der Jet d’eau.

Am botanischen Garten entlang erreichen wir dann auch bald das Zentrum von Genf.

Vom Place St–Gervais führt der Jakobsweg über die Ponts de I’lle zum Place Bel–Air und von da aus in Richtung Südosten zur St. Peters–kathedrale im historischen Herzen der Stadt.

Genf/Genève

Genf–Schweizer Grenze

Aus Genf geht das Jakobsweg entlang Via gebennensis zur schweiz-francösische Grenze und weiter nach Le Puy.

Städte und Gemeinde entlang des Weges

Rohrschachwww.rorschach.ch
Unterregenwww.untereggen.ch
St. Gallenwww.stgallen.ch
Herisauwww.herisau.ch
Schwellbrunnwww.schwellbrunn.ch
St. Peterzellwww.stpeterzell.ch
St. Gallenkappelwww.stgallenkappel.ch
Schmerikonwww.schmerikon.ch
Tuggenwww.tuggen.ch
Siebnenwww.siebnen.ch
Lachenwww.lachen.ch
Einsiedelnwww.einsiedeln.ch
Trachschlauwww.trachslau.ch
Schwyzwww.gemeindeschwyz.ch
Ingenbohlwww.ingenbohl.ch
Brunnenwww.brunnen.ch
Seelisbergwww.seelisberg.ch
Emmettenwww.emmetten.ch
Beckenriedwww.beckenried.ch
Buochswww.buochs.ch
Engelbergwww.engelberg.ch
Stanswww.stans.ch
Ennetmooswww.ennetmoos.ch
Kernswww.kerns.ch
Flüeli–Ranftwww.flueliranft.ch
Sachselnwww.sachseln.ch
Giswilwww.giswil.ch
Lungernwww.lungern.ch
Halisbergwww.hasliberg.ch
Brienzwillerwww.brienzwiler.ch
Hofstettenwww.hofstetten-ballenberg.ch
Brienzwww.brienz.ch
Bönigenwww.boenigen.ch
Interlakenwww.interlaken.ch
Unterseenwww.unterseen.ch
Beatenbergwww.beatenberg.ch
Sigriswilwww.sigriswil.ch
Heiligenschwendiwww.heiligenschwendi.ch
Hilterfingenwww.hilterfingen.ch
Thunwww.thun.ch
Amsoldingenwww.amsoldingen.ch
Blumensteinwww.blumenstein.ch
Forst-Längenbühlwww.forst-laengenbuehl.ch
Wattenwilwww.wattenwil.ch
Burgisteinwww.burgistein.ch
Riggisbergwww.riggisberg.ch
Rüeggisbergwww.rueggisberg.ch
Schwarzenburgwww.schwarzenburg.ch
Rüescheggwww.rueschegg.ch
Heitenriedwww.heitenried.ch
St. Antoniwww.stantoni.ch
Taferswww.tafers.ch
Fribourgwww.fr.ch/ville-fribourg/de
Autignywww.autigny.ch
Romontwww.romont.ch
Curtilleswww.curtilles.ch
Moudonwww.moudon.ch
Lausannewww.lausanne.ch
Morgeswww.morges.ch
St. Prexwww.saint-prex.ch
Allamanwww.allaman.ch
Rollewww.rolle.ch
Pranginswww.prangins.ch
Nyonwww.nyon.ch
Célignywww.celigny.ch
Founexwww.founex.ch
Commugnywww.commugny.ch
Ženevawww.ville-geneve.ch

Photogalerie

kašna sv. Jakuba Rohrschach
farní kostel Unterregen
katedrála St. Gallen
Herisau
zámek Iberg
kostel v St. Gallenkapel
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farní kostel Svatého Kříže Lachen
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spolková kaple Brunnen
Emmetten a hora Mythen
Beckenried
katolický kostel Stans
farní kostel sv. Jakuba Ennetmoos
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Kerns
Flüeli Ranft
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kostel v Bönigenu
Interlaken
Unterseen
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zřícenina bývalého kláštera Rüeggisberg
Fribourg
katedrála Fribourg
Romont
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katedrála Notre-Dame Lausanne
pevnost Morges
zámek Rolle
zámek Prangins
Nyon
kostel sv. Roberta Founex
Ženeva